Happy Birthday, James Krüss!
James Krüss wäre in diesem Jahr Hundert geworden – und seine Bücher leben bis heute weiter.: „Timm Thaler“, „Henriette Bimmelbahn“ und seine verspielten Gedichte.
In der Internationalen Jugendbibliothek in München erinnert jetzt eine neu kuratierte Ausstellung an den großen Sprachspieler von Helgoland. Ein Gespräch mit Bibliotheksleiterin Christiane Raabe über Krüss‘ Münchner Jahre und das, was ihn als Autor so besonders macht.
„Happy Birthday, James Krüss!“
Zwischen Atari und Abgrund – „Jacky“ von Anthony Passeron
Atari, Nintendo, Sega: Für den französischen Autor Anthony Passeron sind das mehr als Spielekonsolen. In „Jacky“ werden sie zu Zufluchtsorten in einer Kindheit voller Gewalt, Verlust und Schweigen.
Während die alten Strukturen seines südfranzösischen Bergdorfes zerbricht, der Vater sich von der Familie abwendet, eröffnen die Computerspiele Fenster in andere Welten. Ein kluger Roman darüber, wie Technik Trost spenden kann.
Aufwachsen zwischen Atari und Gewalt: Anthony Passerons Roman „Jacky“
Zurück in die Vergangenheit: „Yesteryear“ zerlegt die heile Tradwife-Welt
In den sozialen Netzwerken inszenieren sogenannte „Tradwives“ (traditionelle Ehefrauen) gerne das perfekte Familienleben. Brotbacken, nähen, Kinder hüten – alles ästhetisch präsentiert.
Caro Claire Burke lässt in ihrem Debüt “Yesteryear” eine junge Tradwife in der Vergangenheit aufwachen – allerdings nicht in der romantisierten Version, die sie aus ihren Feeds kennt.
Mit bissiger Satire und einem Gespür für die Abgründe digitaler Sehnsuchtsbilder liefert „Yesteryear“ eine sehr aktuelle Gesellschaftskritik.
Wie gut ist Caro Claire Burkes Debütroman „Yesteryear“?
Unerwünschte Töchter – Vier Frauengenerationen im 20. Jahrhundert
In ihrem ersten Roman „Unerwünschte Töchter“ erzählt Miriam Carbe die Geschichten der Frauen in ihrer Familie, von ihrer Urgroßmutter bis zu ihrer eigenen. Es geht um gesellschaftliche Enge, Rassismus und den Kampf um Selbstbestimmung.
Im Lesenswert Gespräch spricht Miriam Carbe darüber, warum sie dieses Buch schreiben musste und weshalb manche Prägungen Generationen zurückreichen.
Was Familien über Generationen weitergeben: Miriam Carbes „Unerwünschte Töchter“
Vanille und Gewalt: Gaëlle Bélem erzählt die Kolonialgeschichte von La Réunion
Die Vanille kam aus Mexico nach Europa – doch erst ein versklavter Junge auf La Réunion machte ihren weltweiten Anbau möglich.
Gaëlle Bélem erzählt in „Die seltenste Frucht“ die fast vergessene Geschichte von Edmond Albius und gleichzeitig ein düsteres Kapitel Kolonialgeschichte. Sinnlich, klug und ergreifend.
Das geniale Früchtchen: Gaëlle Bélems zweiter Roman „Die seltenste Frucht“