„Unerwünschte Töchter“

Was Familien über Generationen weitergeben: Miriam Carbes Debütroman

Vier Frauen, vier Generationen - und das Gefühl, nicht das Leben führen zu können, das sie sich wünschen. Miriam Carbes „Unerwünschte Töchter“ handelt von ihrer Familiengeschichte.

Teilen

Stand

Vom Versuch, selbstbestimmt zu leben

Zwischen den Frauen in Miriam Carbes Familie liegen Jahrzehnte – und doch ähneln sich ihre Leben erstaunlich.

In ihrem Debütroman „Unerwünschte Töchter“ erzählt die Autorin von vier Frauengenerationen im 20. Jahrhundert: von Krieg, gesellschaftlicher Enge, sozialem Abstieg und dem Versuch, trotzdem ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Miriam Carbe
Miriam Carbe Pressestelle (c) Wolfgang Stahr, Hanser Verlag

„Da musste ich was draus machen“

Ausgangspunkt für den Roman waren hunderte Tagebücher ihrer Mutter, Großmutter und Urgroßmutter.

Carbe verbindet autobiografisches Material mit Fiktion und fragt dabei auch, wie bestimmte Muster und Selbstbilder über Generationen weitergegeben werden – oft unbewusst.

„Das war damals ganz normal“

Auch die Nachwirkungen nationalsozialistischen Denkens spielen im Gespräch eine Rolle.

Miriam Carbe erzählt von einer Bundesrepublik der sechziger und siebziger Jahre, in der rassistische Vorstellungen tief in der gesellschaftlichen Mitte verankert waren – und davon, wie sie diese Atmosphäre selbst noch als Kind erlebt hat.

Würdigende Liebeserklärung Rafik Schami und sein Roman „Das Mosaik der Frauen“

Die erste Frau im Leben eines Mannes ist die Mutter – gefolgt von Freundinnen, Gefährtinnen, Partnerinnen. Von ihnen erzählt Rafik Schami, eine Würdigung und Liebeserklärung zugleich.

SWR Kultur am Samstagnachmittag SWR Kultur

„Solange es Frauen gibt, wie sollte da etwas vor die Hunde gehen?" Frauen, die ihren Weg gehen: Djuna Barnes porträtiert acht Vordenkerinnen

Auch in der Kunstszene des frühen 20. Jahrhunderts gab es prägende Vordenkerinnen. Einige von ihnen interviewte die 1892 geborene Journalistin Djuna Barnes.

SWR Kultur am Abend SWR Kultur

Glaube, Hoffnung und Widerstandsfähigkeit Ein Reich der Frauen: Scholastique Mukasongas Roman „Sister Deborah"

Der Messias wird eine Schwarze Frau sein! Diese Ankündigung löst im Ruanda der 1930er Jahre Euphorie und Unruhen aus. Ein betörender Roman über Hoffnung und Widerstandsfähigkeit.

SWR Kultur am Abend SWR Kultur

Erstmals publiziert am
Stand
Das Gespräch führte
Theresa Hübner
Gespräch mit
Miriam Carbe