Journalistin Daniela Sepehri im Gespräch

Politischer Widerstand im Iran: Der Westen sieht weg

Während die internationale Berichterstattung über den Iran derzeit vor allem von Krieg, der Straße von Hormus und außenpolitischen Verhandlungen geprägt ist, warnt die deutsch-iranische Journalistin Daniela Sepehri davor, die Protestbewegung und die Menschenrechtslage im Land aus dem Blick zu verlieren.

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Der Widerstand gegen das Regime ist nicht verschwunden

Trotz massiver Repressionen, zahlreicher Hinrichtungen und Verhaftungen sei der Widerstand nicht verschwunden, erklärt Daniela Sepehri, sondern zeige sich zwischen großen Demonstrationen auch durch zivilen Ungehorsam und kleinere Protestformen im Alltag.

Die Journalistin kritisiert im Gespräch mit SWR Kultur insbesondere die westlichen Staaten: „Ich bin der Meinung, der sogenannte Westen hat die Freiheitsbewegung im Iran nicht nur aufgegeben, sondern verraten.“

Sepehri fordert: Menschenrechte ins Zentrum der Außenpolitik rücken

Von der Bundesregierung fordert sie, Menschenrechte stärker ins Zentrum der Außen- und Sicherheitspolitik zu rücken, Abschiebungen in den Iran zu stoppen und Verfolgten den Zugang zu humanitären Visa zu erleichtern.

Mit ihrem Buch „Wenn ihr wegseht, werden wir getötet“ appelliert Daniela Sepehri deshalb an Politik, Medien und Öffentlichkeit, die iranische Zivilgesellschaft auch dann wahrzunehmen und zu unterstützen, wenn keine großen Protestbilder die Schlagzeilen bestimmen.

Forum Weder Krieg noch Frieden – Wie geht es weiter im Iran?

Das Regime scheint nach wie vor gefestigt: Hinrichtungen und willkürliche Festnahmen bestimmen den Alltag, die innenpolitische Lage für die mehr als 90 Millionen Menschen im Iran bleibt äußerst schwierig. Wie sind die Machtverhältnisse, gibt es Perspektiven für die Demokratie?

Forum SWR Kultur

Iran

Iranisches Kino als Widerstand Wie richtet man über einen Folterknecht? Jafar Panahis neuer Film stellt Fragen nach der Zukunft Irans

Der Film „Ein einfacher Unfall“ des iranischen Regisseurs zeigt das Hadern einer Gesellschaft mit Rache und Gerechtigkeit – inmitten neuer Proteste gegen das Regime in seiner Heimat.

Mehr als „Persepolis“ Comiczeichnerin Marjane Satrapi gestorben – Sie veränderte den europäischen Blick auf Iran

Marjane Satrapis hat mit „Persepolis“ das Comicgenre und den europäischen Blick auf Iran verändert. Jetzt ist Satrapi verstorben. Sie hinterlässt weit mehr als nur ihr bekanntestes Werk.

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Nominierung für den Grimme-Preis Dokumentarin des Iran: Die Heidelberger Filmemacherin Niloufar Taghizadeh

Die Heidelberger Filmemacherin Niloufar Taghizadeh wurde für ihre Dokumentationen über uneheliche Kinder im Iran und die iranische Popsängerin Googosh für den Grimme-Preis nominiert.

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Zwischen Verzweiflung und Entschlossenheit Die iranische Künstlerin Jaleh Tavassoli

Die iranische Künstlerin Jaleh Tavassoli lebt seit kurzem in Deutschland. Angesichts der Gewalt im Iran hofft sie auf Hilfe durch Trump: „Um ein Monster zu töten, brauchst Du ein anderes Monster“.

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Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Kerstin Bachtler
Interview mit
Daniela Sepehri