Der Widerstand gegen das Regime ist nicht verschwunden
Trotz massiver Repressionen, zahlreicher Hinrichtungen und Verhaftungen sei der Widerstand nicht verschwunden, erklärt Daniela Sepehri, sondern zeige sich zwischen großen Demonstrationen auch durch zivilen Ungehorsam und kleinere Protestformen im Alltag.
Die Journalistin kritisiert im Gespräch mit SWR Kultur insbesondere die westlichen Staaten: „Ich bin der Meinung, der sogenannte Westen hat die Freiheitsbewegung im Iran nicht nur aufgegeben, sondern verraten.“
Sepehri fordert: Menschenrechte ins Zentrum der Außenpolitik rücken
Von der Bundesregierung fordert sie, Menschenrechte stärker ins Zentrum der Außen- und Sicherheitspolitik zu rücken, Abschiebungen in den Iran zu stoppen und Verfolgten den Zugang zu humanitären Visa zu erleichtern.
Mit ihrem Buch „Wenn ihr wegseht, werden wir getötet“ appelliert Daniela Sepehri deshalb an Politik, Medien und Öffentlichkeit, die iranische Zivilgesellschaft auch dann wahrzunehmen und zu unterstützen, wenn keine großen Protestbilder die Schlagzeilen bestimmen.
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