Deutschland hat Sonderstellung inne
Deutschland nehme in der Gaming-Szene eine Sonderstellung ein, sagt Rudolf Thomas Inderst, Professor für Game Design und Game Studies an der Hochschule Neu-Ulm.
Einerseits sei Deutschland ein großer Absatzmarkt für Video- und Computerspiele, aber auf der anderen Seite „tun wir uns schwer, als Industrie damit wirklich viel zu verdienen.“
Der Grund: Deutschland fehle die entsprechende große Produktionsindustrie. Neben den enormen Budgets, die ein Game für seine Entwicklung brauche, sei in Deutschland die Förderung auf Bundes- und Landesebene nicht groß und nicht verlässlich genug, so Inderst in SWR Kultur.
KI als Hürde für Berufseinsteiger
Auch die fortschreitende Entwicklung von KI stelle die Games-Branche vor Herausforderungen. Viele Spielerinnen und Spieler reagierten empfindlich, wenn sie den Eindruck bekämen, ein Spiel sei mit KI statt mit „menschlicher Arbeit“ produziert worden, so die Erfahrung von Rudolf Thomas Inderst.
Doch besonders problematisch sei, wenn die KI die Tätigkeiten verändert, über die junge Menschen, wie etwa Studierende, bisher überhaupt erst in die Branche hineingekommen sind.
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