Ein postalischer Gruß an sich selbst
Lange Staus auf heißen Autobahnen, schmerzende Füße nach ausgiebigen Städtetrips oder lautstarke Mit-Urlauber im Hotel: Im Urlaub droht statt Erholung schnell mal noch mehr Stress. Wie wäre es also mit dem Gegenteil – einfach mal nichts machen?
Einer der sich damit bestens auskennt ist Chris Sommer, Comedy-Autor und Co-Host des Podcasts „Drinnies“. Er schreibt unter anderem für das ZDF Magazin Royale, oder das Satiremagazin „Titanic“.
Sein Tipp für das stressfreie Urlaubsgefühl auch außerhalb der Ferien: „Auf jeden Fall Handy aus, Klingel aus und dann mal gucken was der Tag so bringt.“ Auch eine Postkarte an sich selbst kann für ein nachhaltiges Urlaubsgefühl sorgen: „Dann kann man sich danach freuen, dass man doch noch Post bekommt und auch Post versendet hat aus seinem liebsten Urlaubsort, vielleicht ja das Zuhause“, sagt Chris Sommer.
Wie gelingt die maximale Urlaub-Entspannung?
Und wie sieht der perfekte Urlaub für den Podcast-Host aus? „Am liebsten so wenig Pläne wie möglich, wenig Fristen, wenig Termine“, so könne er auch ein wenig Urlaub vom Arbeitsalltag bekommen.
Letztlich sei es aber die Erwartungshaltung an sich selbst, die einem oftmals einen Strich durch die Urlaubsentspannung mache: Wer jeden Tag etwas erleben möchte, laufe schließlich Gefahr, „einem Plan hinterherzuhechten“, sagt Sommer, der für das ZDF Magazin Royale als Reisereporter Peter-Stefan Thomas unterwegs ist.
Möglichst viel treiben lassen, möglichst wenig Zeitpläne vornehmen und gucken, was kommt. Das sind für mich die schönsten Urlaube – egal, ob ich zu Hause bin oder wo anders.
Auch eine gute Reisevorbereitung kann zur Stressreduzierung beitragen: Wer im Vorfeld schon Tipss und Vlogs anderer Urlauber liest, wisse bereits vor dem Urlaub, welche Sehenswürdigkeiten sich nicht lohnten – und könne damit Zeit und Stress am Urlaubsort sparen, sagt Sommer.
„Und auch ein Tag im Hotel ist nicht ein verschenkter Tag, weil man bezahlt ja auch das Hotel – es muss sich auch lohnen. Wenn man da nur zum Schlafen ist, ist das ein bisschen verschenkt. Also gut und gerne mal einen Tag im Hotel verbringen – und das Nicht-Stören-Schild raushängen.“
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