Das Theater Koblenz bringt den gefeierten Roman „Laufen“ von Isabel Bogdan als intensives Ein-Personen-Stück auf die Bühne. Darin läuft eine Frau nach dem Suizid ihres Partners gegen Trauer, Schuld und Sprachlosigkeit an.
Dramaturgin Juliane Wulfgramm sieht im Gespräch mit SWR Kultur den Tod dabei nicht als zentralen Mittelpunkt: „Ich sage gerne über diesen Roman, es ist kein Roman über den Tod und es ist kein Roman über das Sterben, sondern es ist ein Roman über das Leben, weil die Ich-Erzählerin des Romans, beschließt, quasi wieder ins Leben zurückzulaufen.“
Die Inszenierung übersetzt den inneren Gedankenstrom der Figur mit Video, Musik und direkter Publikumsansprache in ein vielschichtiges Bühnenerlebnis.
Im Zentrum steht eine kraftvolle Frau, die sich innerhalb eines Jahres „im wahrsten Sinne des Wortes zurück ins Leben“ läuft und dabei zwischen Verzweiflung und neuem Optimismus schwankt.
Mehr zum Theater Koblenz
Bühne Vielversprechender Berufseinstieg – Der Schauspieler Jakob Mühe am Theater Koblenz
Jakob Mühe probiert gern Dinge aus: Geräusche, Bewegungen, Laute. Am Theater Koblenz ist er seit August 2025 festes Ensemblemitglied, sein erstes Engagement nach der Schauspielschule.
Generalsanierung der Stammhäuser Freud und Leid auf Ausweichbühnen: Theater Koblenz und Mannheim
In Koblenz und Mannheim werden die großen Theater generalsaniert. Die Intendanten kämpfen mit den Herausforderungen der Ausweichspielstätten - und freuen sich über neue Chancen.
Gegen die (Kunst-)Freiheit Koblenzer Theater zeigt Dystopie mit Puppen
Bücher verschwinden, Kunstwerke werden zerstört, Musik vergessen. Die britische Autorin Kay Dick erzählte in „Sie“
von einer gruseligen Vision und davon, wie Kreative sich wehren.