Nach Midlife-Crisis: Anna kündigt ihren Job und wird Bäckerin

Mit Mitte 40 macht Anna ein Sabbatjahr und entdeckt ihre Liebe für das Bäckerhandwerk – sie kündigt ihren Job und macht sich selbstständig.

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Ich habe das erst allein gemacht und es war so eine gute Resonanz, da war klar, dass ich das nach einem Jahr nicht mehr lassen kann.

Anna ist Mitte 40, als sie sich für einen beruflichen Neuanfang entscheidet. Erst macht sie ein Sabbatjahr, in dem sie ihrer Leidenschaft, dem Brotbacken nachgeht. Sie beginnt ganz klein bei einem ehemaligen Nachbarn, mit dessen Gartenhausbackofen. Das Getreide stammt schon damals von ihrem Mann. Der ist Landwirt.

Dann startet sie richtig durch: Sie belegt Backseminare, liest Fachbücher und macht Nägel mit Köpfen. In Dromersheim verkauft sie ihre Brote in einer „Ein-Frau-Backstube“. Nach dem Sabbatjahr gibt es für sie kein Zurück mehr: Sie gibt ihren sicheren Job auf und macht sich komplett selbstständig. Für sie und ihre Familie keine leichte Entscheidung. „Das ist natürlich irgendwo mit Urlaub und mit zusammen Freizeit verbringen und so immer schwierig, das muss man schon sagen. Und jedes Jahr denke ich, wir kriegen das noch besser hin.“

Annas Bäckerei ist immer weiter gewachsen

Trotz der vielen Arbeit, liebt Anna ihren Job. Mittlerweile hat sie über 20 Festangestellte und einige Minijobber. Und in ihrem Team sind viele Frauen, da sie besonders attraktive Arbeitszeiten anbietet. „Bei uns fängt die Arbeit erst um 6 Uhr an, so muss niemand zu früh aufstehen.“ In ihrem Laden kommen die Backwaren nach und nach ins Regal, für viele Kunden ungewohnt, aber sie kommen trotzdem wieder.

„Man kriegt total nette Komplimente. Also wirklich total herzliche Leute, die dann sagen: ‚Oh, das schmeckt uns so gut und macht Lust. Weiter so und ich erzähl das allen Nachbarn.‘ Da kommt auch total viel Wertschätzung. Man hat viele Erfolgserlebnisse in diesem Job. Kann ich nur weiterempfehlen. Jeder sollte Bäcker werden“.

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