Schwules Paar wird zur Regenbogenfamilie auf dem Land

Jonas und Jan haben viele Hürden genommen, um Papa und Papi sein zu können. Ihren Weg von der Dauerpflege zur Adoption teilen sie, um anderen Mut zu machen.

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Das war eigentlich am Anfang der Beziehung klar für uns: Wir wollen Kinder – Die Frage war wirklich nur: Wie? Weil uns das Jugendamt in Sachen Adoption gesagt hat: ‚Männerpaare haben sowieso weniger Chancen.‘

Papas beginnen als Pflegeeltern

Jan und Jonas entschieden sich daraufhin erst einmal, sich als Pflegeeltern zu bewerben. Kurz vor Weihnachten 2023 kam dann der langersehnte Anruf vom Jugendamt mit der Frage: „Wollen sie für dieses acht Wochen alte Baby die Familie werden?“ Die Entscheidung war schnell getroffen: Ja! Daraufhin hatten die beiden 24 Stunden Zeit, alles vorzubereiten und ihren Sohn im Jugendamt abzuholen.

Das Leben unseres zwei Monate alten Babys hat zu dem Zeitpunkt in eine Einkaufstüte gepasst.

Pflegekind wurde wie leibliches Kind aufgenommen

Als frischgebackene Papas kommen die beiden zu Hause an und werden herzlich empfangen. „Hier wurde auch wie bei jedem Kind der Briefkasten voll mit Geschenken für den Kleinen gepackt, auch aus den Vereinen drum herum. Also obwohl es ja in dem Sinne ein Pflegekind war, wurde nie ein Unterschied gemacht von Familie oder auch Freunde oder Bekannte, dass es jetzt dann wie ein leibliches Kind ist.“

Landleben ist für Regenbogenfamilie kein Problem

Dass sie als Regenbogenfamilie auf dem Land leben, ist für die beiden kein Widerspruch, sondern ein absoluter Vorteil. „Ich würde sogar sagen, dass wir als queere Familie auf dem Land weniger Probleme haben als in der Stadt. Also hier sind alle total offen und nett. Jeder kennt jeden und jeder ist auch hilfsbereit. Wenn wir wollen würden, hätten wir jeden Tag Babysitter für den Kleinen.“

Als schwules Paar auf dem Land haben Jan und Jonas Bender aus Idar-Oberstein ihr Familienglück gefunden. Ihr kleiner Sohn ist nicht mehr aus ihrem Leben wegzudenken.

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