Gesellschaft

Wer kann sich Hoffnung leisten?

In der Performance STOP BEING POOR werden Machtverhältnisse radikal auf den Kopf gestellt: Eine Jury, bestehend aus Wohnungslosen, entscheidet, wer 15.000 Euro geschenkt bekommt.

Teilen

Stand

Von Autor/in Manuel Gerber

Wer möchte 15.000 Euro aus Kulturfördermitteln geschenkt bekommen? Alle können sich dafür bewerben. Doch das Auswahlverfahren hat es in sich: Eine Jury stellt intime Fragen zu Geld, Träumen und Hoffnungen. Das alles vor Publikum, im Theater Rampe in Stuttgart.

Bewerbungsgespräch: Bewerberin Ramona Wunderlich muss sich intimen Fragen stellen.
Bewerbungsgespräch: Bewerberin Ramona Wunderlich muss sich intimen Fragen stellen.

Während in unserer Gesellschaft üblicherweise Menschen in Anzügen entscheiden, wer Fördergelder oder Kredite bekommt, entscheidet bei „Stop Being Poor“ eine Jury aus Wohnungslosen, wer das Geld „verdient“. Das Künstlerteam um den gebürtigen Schwarzwälder Julian Hetzel kehrt in der Performance unsere kapitalistischen Machtverhältnisse um.

Stuttgart

Aktion im Theater Rampe "Stop being poor" in Stuttgart: Obdachlose entscheiden, wer 15.000 Euro bekommt

Jeder kann sich für das Preisgeld bewerben und muss dann ein öffentliches Interview durchlaufen. Einer der Juroren erklärt, worauf er bei seiner Auswahl achtet.

SWR Aktuell Baden-Württemberg SWR BW

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Manuel Gerber