Sprichwort: vollständiger Satz
Ein Sprichwort ist ein vollständiger Satz. Meist mit einem lehrhaften Inhalt in gehobener Sprache und sehr beliebt. Eine Redewendung dagegen ist ein Bestandteil von Sätzen. "Schwein haben" zum Beispiel ist kein vollständiger Satz, also kein Sprichwort – ich weiß ja nicht, wer Schwein hat. Ich brauche also noch ein Subjekt.
Geflügelte Worte: Quelle bzw. Urheber sind bekannt
Geflügelte Worte können sowohl Sprichwörter wie auch Redewendungen sein. Ein wichtiges Merkmal ist, dass in der Regel eine erste Quelle und damit ein Urheber bekannt ist. "Des Pudels Kern" oder "Ich kenne meine Pappenheimer" – das sind Goethe und Schiller mit "Faust" bzw. "Wallenstein".
Redewendung Warum sagt man "Schwein gehabt"?
Beim Schützenfest gab es etwas zu gewinnen. Und früher bekam sogar der schlechteste Schütze etwas. Was war das für ein Preis? Von Rolf-Bernhard Essig
Redewendung "Ach du grüne Neune!" – Woher kommt der Ausdruck?
Über die Herkunft sind sich die Sprach- und Sprichwortforscherinnen und -forscher nicht ganz einig. Eine Idee lautet, dass die Redewendung aus einem Berliner Lokal kommen könnte. Von Rolf-Bernhard Essig
Redewendung Woher kommt "Da beißt die Maus keinen Faden ab"?
Die Redewendung geht zurück auf einen Heiligentag, und zwar den der Heiligen Gertrud von Neville am 17. März. Was hat Gertrud mit der Maus und dem Faden zu tun? Von Rolf-Bernhard Essig
Redewendung Woher kommt "Die Kirche im Dorf lassen"?
Zwei mögliche Erklärungen. Die eine hat mit den Prozessionen zu tun, die früher in Kirchengemeinden oft üblich waren. Die andere mit der Macht von Dorfkirchen über Stadtkirchen.
Redewendung Woher kommt "Klappe zu, Affe tot"?
Die Herkunft ist rätselhaft, die Wurzeln liegen vielleicht im Niederdeutschen. Nach dem Mauerbau gab es in der DDR ein Lied: Klappe zu, Affe tot – als hätte man den nun Weltfrieden gerettet. Von Rolf-Bernhard Essig
Sprache Woher kommt der Ausdruck "jwd"?
In Berlin gab es früher bei der Post Abkürzungen für Zustellbezirke. "j.w.d." erhielt hier seine besondere Bedeutung. Von Rolf-Bernhard Essig