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Seehandel in Gefahr – Größenwahn, Digitalisierung und Piraterie

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Von Autor/in Michael Hänel

Deutschlands Exportwirtschaft braucht sichere Seewege und sichere Schiffe. Doch unterwegs lauern Gefahren: Riesencontainerschiffe stranden, Ladung geht verloren, Häfen und Seewege sind verstopft, Cyberpiraten stören die Navigation. Der Preisdruck und die chinesische Konkurrenz fordern die deutsche Seeschifffahrt heraus. Russland und China locken die Reeder mit dem kürzeren Nördlichen Seeweg – unter ihrer Kontrolle.

Was tut die neue Bundesregierung, um die Handelswege zu sichern?

Hafen von Kirkenes in Norwegen mit russischen Fischerbooten: Das Eis in der Arktis schmilzt und so werden Routen frei, auf denen Schiffe schneller als bisher von Asien nach Europa kommen könnten. Wird Kirkenes zum Drehkreuz für die arktische Schifffahrt?

Weltwirtschaft Abkürzung Arktis – Neue Schifffahrtsrouten durch den Klimawandel?

Das Eis in der Arktis schmilzt. So werden Routen frei, auf denen Schiffe schneller von Asien nach Europa kommen könnten. Das hat Konsequenzen für Umwelt und indigene Gemeinden.

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2050 soll die Schifffahrt klimaneutral sein. Die Inselfähre Frisia E-I der AG Reederei Norden-Frisia 2025 vor der ostfriesischen Insel Norderney. Die Frisia E-I ist eine als Katamaran konzipierte Personenfähre.

Klimaschutz CO2-Schleuder Schifffahrt – Was ersetzt Schweröl und Diesel?

2050 soll die Schifffahrt klimaneutral sein. Grünes Methanol und Ammoniak gelten als geeignete Treibstoffe, auch Elektrifizierung und Segel können helfen.

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Satellitenbild von Euorpa, dem Mittelmeer und Afrika (NASA 2016): Der deutsche Architekt Hermann Sörgel hatte 1928 eine Idee: Atlantropa. Er wollte das Mittelmeer vom Atlantik abriegeln, die Straße von Gibraltar und die Verbindung zum Schwarzen Meer dicht machen. Dann würde der Wasserspiegel sinken und Europa und Afrika würden zusammenwachsen.

5.3.1952 Das Mittelmeer tieferlegen! – Herman Sörgel erklärt seinen Atlantropa-Plan

5.3.1952 | Kaum eine Idee zeugt so von der Technikverliebtheit der Nachkriegszeit wie der Atlantropa-Plan des deutschen Architekten Hermann Sörgel. Seine Idee: Das Mittelmeer vom Atlantik abriegeln, die Straße von Gibraltar dicht machen, ebenso die Verbindung zum Schwarzen Meer. Dann würde mit der Zeit der Wasserspiegel immer weiter sinken. Europa und Afrika würden zusammenwachsen, viel mehr Landflächen stünden zur Verfügung außerdem würden die Staudämme am Meeresrand gigantische Energiemengen liefern. Am 5. März 1952 erklärt Herman Sörgel seinen Plan im Gespräch mit SWF-Wissenschaftskorrespondent Ernst von Khuon. Die beiden deklinieren alles durch: Was wird aus den Küstenstädten von Marseille bis Venedig, wie kommen Schiffe künftig vom Atlantik ins Mittelmeer? Brauchen die Kontinente dann neue Namen? Am Ende erklärt Herman Sörgel, dass er nicht nur das Mittelmeer schrumpfen, sondern in der Mitte Afrikas dafür ein neues Meer erschaffen will. Das Gespräch ist hörbar geskriptet, die beiden unterhalten sich offenbar nach einem vorgefassten Drehbuch.

IMAGO  United Archives International

20.10.1969 Wird Atomschiff "Otto Hahn" doch kein Frachter?

20.10.1969 | Schon ein Jahr nach der Probefahrt von Deutschlands erstem atomaren Forschungsschiff zeichnet sich ab: Handelsschiffe mit Nuklearantrieb haben wohl doch keine Zukunft. Ein Mitarbeiter des Arbeitskreises Kernenergie des Bundes und der Küstenländer erklärt, welche ungeahnten Probleme es gibt. | Kernenergie

Mitglieder der Umweltschutzorganisation Greenpeace schwimmen am 13.10.1980 in einer roten Rettungsinsel vor dem Bug des Abfalltankers "Kronos", der in Nordenham auf der Weser vor Anker liegt

12.4.1984 Greenpeace – die "Regenbogenkämpfer"

12.4.1984 | Greenpeace ist bis heute die weltweit bekannteste Umweltorganisation. Sie war zwar nicht die erste, aber diejenige, die am besten wusste, wie man Aufmerksamkeit erregt. Die spektakulärsten Schlachten hat Greenpeace auf dem Meer ausgetragen, wo sich die Aktivisten in den 1980ern mit Schlauchbooten in gefährlichen Manövern den Walfangbooten in den Weg stellen oder, wie hier im Audio, den Schiffen der Firma „Kronos Titan“. Die kippte damals noch regelmäßig giftige verdünnte Schwefelsäure, sogenannte Dünnsäure, ins Meer. Nicht zuletzt zum Ärger der Nordsee-Fischer, die sich damals mit Greenpeace solidarisierten. Reporterin Ursula Barthold berichtet von einer spektakulären Aktion im Februar 1984. Eine Flotte von Fischkuttern protestiert auf der Weser bei Nordenham. | http://swr.li/greenpeace

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Michael Hänel