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Richtig streiten in polarisierten Zeiten

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Von Autor/in Christoph Drösser

Ob Ukraine-Krieg, Corona oder Gendersternchen – die Wogen schlagen im Moment hoch in vielen Diskussionen, besonders in den sozialen Medien. Haben wir verlernt, zivilisiert miteinander zu streiten, ohne dabei unsere Differenzen unter den Teppich zu kehren?

Nicht nur in Deutschland, auch in den USA suchen Menschen aus Zivilgesellschaft und Forschung nach neuen Formen des fairen Debattierens. Es gibt sogar Experimente mit künstlichen Intelligenzen, die das menschliche Temperament am Überschäumen hindern sollen.

Studenten auf dem Campus der San Diego State University (SDSU): Ein Vorschlag, Professoren ihren Emeritierungsstatus zu entziehen, wenn sie etwas tun, das den Ruf der SDSU schädigt, löste im Sommer 2020 Protest aus. Der Vorwurf: Die Politik unterdrücke die Redefreiheit und fördere die "Cancel Culture", die im Land immer mehr um sich greife.

Gesellschaft Cancel Culture an US-Unis – Bedrohen Aktivisten die Wissenschaftsfreiheit?

Darf an Hochschulen noch frei gesprochen werden? Manche meinen: Nein. Doch Belege gibt es dafür so gut wie keine – weder in den USA noch in Deutschland.

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Christoph Drösser
Christoph Drösser | Fotografin: Liesa Johannssen