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Rassismus im Gesundheitswesen (2/2) – Patienten in Gefahr

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Von Autor/in Eva Hoffmann

Von der Lehre bis zur Diagnose – das deutsche Gesundheitssystem geht vom weißen männlichen Körper als Norm aus. Mit gefährlichen Folgen: Schwarze Menschen und People of Color werden häufiger als weiße Menschen bei der Terminvergabe benachteiligt, bei Schmerzen nicht ernst genommen oder fehldiagnostiziert.

Der Grund sind tiefsitzender Rassismus und Stereotype, die bis heute im Medizinstudium verbreitet sind. Betroffene fordern ein Umdenken.

Aber wie lässt sich ein über Jahrhunderte gewachsenes Phänomen bekämpfen?

Schwarze Chirurgin mit Maske und OP-Kittel steht unter einer OP-Lampe: Krankenhäuser und Pflege-Einrichtungen sind auf medizinisches Personal aus dem Ausland angewiesen.

Gesellschaft Rassismus im Gesundheitswesen (1/2) – Diskriminierung von Ärzten und Pflegekräften

Angeworbene Ärzte und Pflegekräfte berichten von Schikane und Diskriminierung. Von rassistischen Ausdrücken, unterstellter mangelnder Qualifikation und Exil-Absichten.

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Historikerin Katharina Oguntoye: Katharina Oguntoye, Historikerin. Zusammen mit der Dichterin May Ayim prägte sie den Begriff "afrodeutsch" als positive Selbstbezeichnung Schwarzer Menschen in Deutschland.

Zeitgeschichte Die afrodeutsche Bewegung – Schwarz, weiblich, selbstbewusst

In ihrem Manifest "Farbe bekennen" von 1986 machten die Autorinnen Rassismus öffentlich und verwiesen auf die lange, afrodeutsche Geschichte.

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Die Schriftstellerin May Ayim: Eine junge schwarze Frau lächelt in die Kamera, ihre Haare sind nach oben gebunden, sie trägt ein gelbes Haarband, große Ohrhänger, einen blauen Strickpullover. Im V-Ausschnitt des Strickpullover sieht man ein rotes T-Shirt und eine goldene Kette. Im Hintergrund ist hügelig-waldige Natur unscharf zu erkennen, der Himmel ist gräulich-bewölkt.

12.1.1995 Dichterin May Ayim: "Ich bin hier nicht fremd."

12.1.1995 | Die Dichterin und Aktivistin May Ayim war in den 1980er-Jahren eine der prägenden Figuren der afrodeutschen Bewegung. Mit ihren Mitstreiterinnen machte sie in dem Buch "Farbe bekennen" 1986 den Alltagsrassismus gegenüber Schwarzen Deutschen öffentlich und verwies auf die lange Geschichte Schwarzer Menschen in Deutschland.
Ihre Gedichte setzen sich mit den afrodeutschen Anliegen auseinander, sind oft aber auch positive und humorvolle Texte einer selbstbewussten jungen Frau.
May Ayim nahm sich am 9. August 1996 in Hamburg das Leben.
Hier eins ihrer letzten Interviews, am 12. Januar 1995, im Deutschlandradio. Der Moderator ist Herbert A. Gornik.

Porträt des Schriftstellers Hans J. Massaquoi (2004). Hans-Jürgen Massaquoi, geboren 1926 in Hamburg, ist der Autor der ersten Autobiografie eines Afrodeutschen während der Zeit des Nationalsozialismus. In dem Buch mit dem Titel: "Neger, Neger, Schornsteinfeger! Meine Kindheit in Deutschland" erzählt Massaquoi eindrücklich von seinen Erfahrungen.

16.1.2000 Hans-Jürgen Massaquoi: "Hamburg ist Heimat"

16.1.2000 | Hans-Jürgen Massaquoi, geboren 1926 in Hamburg, ist der Autor der ersten Autobiografie eines Afrodeutschen während der Zeit des Nationalsozialismus. In dem Buch mit dem Titel: "Neger, Neger, Schornsteinfeger! Meine Kindheit in Deutschland" erzählt Massaquoi eindrücklich von seinen Erfahrungen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ging Hans-Jürgen Massaquoi zunächst nach Liberia und 1950 dann in die USA. Dort arbeitete er als leitender Redakteur bei "Ebony", der größten afro-amerikanischen Zeitschrift der USA. Er starb 2013 mit 87 Jahren.
Hans-Jürgen Massaquoi im Gespräch mit Barbara Dobrick am 16. Januar 2000 im SWR.

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Autor/in
Eva Hoffmann