Begriffe wie "Grenzen setzen", "toxisch" oder "triggern" begegnen uns heute überall – beim Kaffee, in der Kantine oder auf Social Media. Sie stammen aus der Psychotherapie, haben sich aber im Alltag ausgebreitet und oft von ihrer ursprünglichen fachlichen Bedeutung entfernt. Sprachlich ein klassisches Beispiel für den sogenannten Concept Creep – das Ausweiten von Begriffen auf neue Kontexte.
Therapiesprech kann helfen, Gefühle zu benennen, Grenzen zu erkennen und Konflikte zu klären – gleichzeitig drohen bestimmte Begriffe aber auch zu verwässern. Wie sollten wir damit sinnvoll umgehen?
Professor Arnulf Deppermann arbeitet am Leibniz-Institut für Deutsche Sprache in Mannheim.