Archivradio

Pandemien und andere Plagen

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Von Autor/in Gábor Paál

Die Einführung der Polio-Impfung, die Erkenntnis, dass Rauchen Krebs verursacht, die Identifizierung des Aids-Virus: Alte Radioaufnahmen verraten, wie Deutschland früher mit Pandemien und anderen Plagen umgegangen ist. Und wie sich manches wiederholt:

Die Diskussionen, die es jetzt um einen Corona-Impfstoff gibt, gab es ähnlich auch in den 1950er-Jahren bei der Einführung der Massenschutzimpfung gegen Polio.

Als 1984 das HI-Virus entdeckt wurde, hieß es: Einen Impfstoff werde es "frühestens in zwei Jahren" geben. Es gibt ihn bis heute nicht. Dafür wurde intensiv über die richtige politische Strategie im Umgang mit der Krankheit gerungen.

In den 1990er Jahren blickte die Welt nach Großbritannien. Nicht wegen eines mutierten Corona-Virus, sondern wegen der dort grassierenden Rinderseuche BSE. Die EU verhängte ein Exportverbot für britisches Rindfleisch. Es konnte aber nicht verhindern, dass 2000 der erste BSE-Fall in Deutschland auftauchte.

Spanische Grippe 1918: Kranke Soldaten in Kansas

Archivradio Umgang mit Corona – Aus früheren Pandemien gelernt?

Spanische Grippe, Asiatische Grippe, SARS: Historische Tonaufnahmen zeigen, wie die Gesellschaft mit solchen Situationen umging. Was haben wir daraus gelernt? Christoph König im Gespräch mit Gábor Paál

Chirurg Ferdinand Sauerbruch, um 1925

Genialer Chirurg mit Nähe zum NS-Regime Ferdinand Sauerbruch

Ferdinand Sauerbruch (1875 - 1951) war einer der einflussreichsten deutschen Chirurgen im 20. Jahrhundert. Doch sein Verhalten in der Nazi-Zeit war ambivalent.

Bluttransfusionsapparate 1925 und 1931

5.1.1932 Franz Oehlecker über die moderne Bluttransfusion

5.1.1932 | Franz Oehlecker (1874 - 1957) gilt als Pionier der modernen Bluttransfusion. Als Hamburger Chirurg am Krankenhaus Barmbek sammelte er Erfahrungen mit der Verträglichkeit und der Hygiene bei der Übertragung von Spenderblut. In diesem Vortrag der Reichsrundfunkanstalt vom Januar 1932 erklärt er den Stand der Wissenschaft und wendet sich gegen das verbreitete Vorurteil, bei der Transfusion übertrügen sich auch Charaktereigenschaften des Spenders. Franz Oehlecker war einer der ersten bekannten deutschen Chirurgen, der 1933 das "Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler" unterzeichnete. | Mehr historische Aufnahmen zur Medizingeschichte: http://swr.li/medizingeschichte

Eine Stolperschwelle gedenkt der 652 Frauen und Männer, die zwischen 1934 und 1939 im Städtischen Krankenhaus Stralsund unfruchtbar gemacht wurden

26.7.1933 Ministerialrat Arthur Gütt über Zwangssterilisation

26.7.1933 | Bereits kurz nach ihrer Machtergreifung im Januar 1933 legten die Nationalsozialisten die Pläne für ein "rassenreines" Deutsches Reich vor. Zu den Kernideen gehört das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses", vornehmlich erdacht und konzipiert von dem Mediziner und Ministerialrat im Innenministerium Arthur Gütt. In dieser Rundfunkansprache vom 26. Juli 1933 entwickelte Gütt die Nationalsozialistische Rassenpolitik aus medizinischer Perspektive. Menschen ohne ihre Einwilligung unfruchtbar zu machen, nur weil sie einer anderen "Rasse" als der gewünschten angehören, ist laut Gütt eine "Tat der Nächstenliebe".

Tuberkulose-Prävention 1959

1.9.1939 Kampf gegen Tuberkulose: Die Röntgen-Reihenuntersuchungen

1.9.1939 | Um Tuberkulose-Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und so die Ansteckungsgefahr einzudämmen, wurde 1939 die Röntgen-Reihenuntersuchung eingeführt. Der Mediziner Hellmuth Ulrici erläutert Ende 1939 im Rundfunk die Wichtigkeit der neuen Untersuchung. | Mehr historische Aufnahmen zur Medizingeschichte: http://swr.li/medizingeschichte

Nachweisdokument für eine "Pockenschutz-Wiederimpfung"

13.6.1953 Bundesgerichtshof: Bei Impfschäden besteht Anspruch auf Entschädigung

13.6.1953 | Haben Impfgeschädigte Anspruch auf Entschädigung – im Zweifel durch den Staat? Mit dieser Frage befasste sich der Bundesgerichtshof bereits 1953. Damals ging es um Impfungen gegen Typhus und Pocken. In beiden Fällen handelte es sich um Pflicht-Impfungen. Der Bundesgerichtshof entschied, die Kläger hätten Anspruch auf staatliche Entschädigung, da sie für die Volksgemeinschaft ein Opfer erbracht hätten. In der SDR-Sendung "Residenz des Rechts" erläutert Bundesrichter Georg Rietschel die Entscheidung. | Mehr historische Aufnahmen zur Medizingeschichte: http://swr.li/medizingeschichte

Gerhard Domagk am Mikroskop, 1953

14.7.1954 Krebsforschung: Gerhard Domagk über Chemotherapie als neue Hoffnung

14.7.1954 | Welche Substanzen fördern Krebs? Welche verhindern ihn? Bei diesen Fragen stand man in den 1950er-Jahren ganz am Anfang. Zigaretten könnten ein Hauptgrund für den drastischen Anstieg an Lungenkrebserkrankungen sein. Diese damals noch erstaunliche These vertritt der Bakteriologe Gerhard Domagk auf der Nobelpreisträgertagung in Lindau im Juli 1954. | Mehr historische Aufnahmen zur Medizingeschichte: http://swr.li/medizingeschichte

Das Poliomyelitis-Virus, die Ursache der Kinderlähmung, wurde 1908 von Karl Landsteiner entdeckt. Der Impfstoff gegen Polio wurde zwischen 1948 und 1953 entwickelt.

14.1.1953 Isolation des Polio-Erregers

14.1.1953 | Jährlich sterben in Deutschland Tausende an der Kinderlähmung bzw. Polio. Es gibt noch keine Impfung. Am Institut für Virusforschung wurde unter der Leitung von Prof. Gustav-Adolf Kausche eine große Zentrifuge gebaut, um den Erreger erstmals zu isolieren. | Mehr historische Aufnahmen zur Medizingeschichte: http://swr.li/medizingeschichte

Polio-Impfstoff wird 1955 nach Europa verschifft

22.5.1957 Beginn der Polio-Massenschutzimpfung

22.5.1957 | In den 1950ern erkranken Tausende Deutsche an Polio, auch bekannt als Kinderlähmung. Die Medizin investierte in die Forschung und schließlich kam im April 1957 die erste Massenschutzimpfung – mit großem Erfolg. | Mehr historische Aufnahmen zur Medizingeschichte: http://swr.li/medizingeschichte

Menschen stehen am 18.10.1957 vor der Ortskrankenkasse in Nürnberg Schlange. Der Andrang war so groß, dass die Nürnberger Stadtpolizei zur Hilfeleistung herangezogen wurde.

16.10.1957 Asiatische Grippe in Deutschland

16.10.1957 | In den Jahren 1957 und 1958 sterben weltweit mehr als eine Million Menschen an der damals grassierenden Asiatischen Grippe. Es ist die zweitschlimmste Influenza-Pandemie des 20. Jahrhunderts, übertroffen nur durch die Spanische Grippe 1918 bis 1920. In Deutschland fallen der Asiatischen Grippe rund 30.000 Menschen zum Opfer. Trotz dieser schweren Epidemie findet sich in den Archiven des Südwestrundfunks zur Asiatischen Grippe nur ein einziger Bericht aus dieser Zeit, gesendet am 16. Oktober 1957. Es geht, auch damals, um die Folgen für die Wirtschaft und das öffentliche Leben – und natürlich auch um Vorbeugemaßnahmen. Händewaschen wird dabei noch nicht genannt, dafür das Gurgeln mit Wasserstoffsuperoxid sowie das Einnehmen formalinhaltiger Tabletten. Die Asiatische Grippe hat vor allem Kinder und Jugendliche getroffen. Insofern hätte es gute Gründe gegeben, die Schulen zu schließen, aber damit war man zurückhaltend. Der Unterricht fiel erst aus, wenn die Hälfte einer Klasse erkrankt war. | Mehr historische Aufnahmen zur Medizingeschichte: http://swr.li/medizingeschichte

Die Transplantation von Nerven gelang erstmals 1970 dem Münchener Chirurgen Walter Jacoby

2.2.1970 Erste erfolgreiche Nerventransplantation

2.2.1970 | Es war eine medizinische Sensation am 2. Februar 1970: Ein Handwerker, dessen Hand gelähmt war, kann sie nun wieder voll einsetzen, dank Nerventransplantation. Zwar wurden schon 1876 in Österreich Nerven verpflanzt, doch erst jetzt gelingt es dem Münchener Chirurgen Walter Jacoby das so hinzubekommen, dass der Erfolg auch von Dauer ist. | Mehr historische Aufnahmen zur Medizingeschichte: http://swr.li/medizingeschichte

Am 25. Juli 1978 kam Louise Joy Brown bei Manchester zur Welt – das erste Baby aus einer künstlichen Befruchtung

25. bis 30.7.1978 Künstliche Befruchtung: Erstes "Retorten"-Baby Louise Joy Brown kommt zur Welt

25. bis 30.7.1978 | Am 25. Juli 1978 kommt Louise Brown bei Manchester zur Welt. Sie ist das erste Baby, das aus einer künstlichen Befruchtung hervorgegangen war – damals "Retortenbaby" genannt. Die Mediziner geben ihr – mit dem Einverständnis der Eltern – den zweiten Vornamen "Joy".
Die verantwortlichen Mediziner waren der Physiologe Robert Edwards, der Gynäkologe Patrick Steptoe sowie die Forschungsassistentin und Embryologin Jean Purdy. Robert Edwards bekam für die Entwicklung der In-vitro-Fertilisation 2010 den Nobelpreis – die anderen beiden lebten da schon nicht mehr.
Über Louise und ihre Mutter Lesley Brown sagte er: "Diese Frau hat etwas bekommen, was sie ohne unsere Hilfe nicht hätte haben können."
Die Geburt von Louise Brown war eine Sensation und sorgte für ethische Debatten. Der Vatikan sprach von Gotteslästerung.
Wenige Tage nach der Geburt von Louise Brown kommt heraus: Ihre Eltern haben die Rechte an der Berichterstattung für viel Geld an die "Daily Mail" verkauft – und kommen dadurch zu unerwartetem Wohlstand.
Louise Brown bleibt das einzige in vitro gezeugte Baby, das 1978 zur Welt kommt. Das zweite wird 1979 geboren, das dritte 1980. Die Methode setzt sich also zunächst nur langsam durch. Doch das hat sich geändert. Allein in Deutschland gehen heute rund 20.000 Babys jährlich aus einer künstlichen Befruchtung hervor. | Mehr historische Aufnahmen zur Medizingeschichte: http://swr.li/medizingeschichte

Die französische Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot (2. v. r.), die Präsidentin des Pasteur-Instituts Alice Dautry (r.), der französische Wissenschaftler Luc Montagnier (Mitte), der US-Wissenschaftler Robert Gallo (2. v. l.) und die französische Virologin Françoise Barré-Sinoussi (l.) nehmen am 19. Mai 2008 am Pasteur-Institut in Paris (Frankreich) an der Eröffnung des Komitees zum 25-jährigen Jubiläum von HIV teil.

29.4.1984 USA verkünden Entdeckung von Aidsvirus

29.4.1984 | Anfang der 1980er-Jahren kamen aus den USA Nachrichten von einer bis dahin unbekannten, ansteckenden und tödlichen Immunschwächekrankheit: Aids.

"Gegen Zwangsmaßnahmen, für eine vernünftige Aids-Politik": Plakat auf der Aids-Demonstration am 4. April 1987 auf dem Marienplatz in München gegen die Diskriminierung Homosexueller

12.5.1987 Einreiseverbot für HIV-Infizierte – für einen Tag

12.5.1987 | Differenzen um die richtige Aids-Politik treten am 12. Mai 1987 offen zutage, als Bundesinnenminister Friedrich Zimmermann (CSU) den Zollbehörden schreibt, sie sollen Aids-Infizierte an der Grenze abweisen. Der Erlass sorgt für Verwirrung und erhebliche Irritationen. Bundesgesundheitsministerin Rita Süssmuth nimmt Stellung dazu.

Bundesgesundheitsministerin Rita Süssmuth (rechts) und und die amerikanische Sexualtherapeutin Ruth Westheimer (Mitte) sammeln am 29. Mai 1987 auf der Königsallee in Düsseldorf Spenden für an Aids erkrankte Kinder in der Bundesrepublik. Die Spendenaktion "Aids-Kids" soll einen bessere Betreuung und Versorgung der rund 400 Aids-kranken Kinder in Deutschland gewährleisten.

23.11.1988 Rita Süssmuth über ihren Kampf in der Aids-Politik

23.11.1988 | Rita Süssmuth ist Bundesgesundheitsministerin bis 1988, als der CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler Helmut Kohl sie zur Bundestagspräsidentin vorschlägt. Süssmuth folgt diesem Ruf nicht ohne zu betonen, dass sie in der Aids-Politik weiter mitreden werde. Am 23. November 1988 gibt sie zur Überraschung vieler eine Abschiedspressekonferenz und zieht eine deutliche Bilanz. Sie habe in der Regierung oft mit dem Rücken zur Wand gestanden.

Mit einem Schild "Garantie – Wir führen nur Deutsches Rindfleisch" an der Fleischtheke möchte eine Metzgerei in Frankurt ihren Kunden die Angst vor importiertem, BSE-verseuchtem Fleisch nehmen (1.7.1994)

17.5.1994 BSE-Krise: Seehofer plant Rindfleisch-Stopp aus Großbritannien

17.5.1994 | Die ersten BSE-Fälle In Großbritannien wurden schon in den 1980er-Jahren bekannt. Das Gehirn dieser Tiere war durchlöchert wie ein Schwamm. Bis 1992 stiegen die Fallzahlen drastisch an auf über 32.000 Rinder. Ganze Herden wurden notgeschlachtet. Als Auslöser der Krankheit wird schließlich das Tierfutter identifiziert. In Großbritannien wurde den Rindern Tiermehl aus zermahlenen Knochen verfüttert. 1994 diskutiert die EU über ein Einfuhrverbot von britischem Rindfleisch. Da sich das aber hinauszögert, entschließt sich der damalige Bundesgesundheit Horst Seehofer zu einem Alleingang. Seehofer findet dafür auch Zustimmung in der Bevölkerung. | Mehr historische Aufnahmen zur Medizingeschichte: http://swr.li/medizingeschichte

Die schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin Heide Simonis (rechts) gibt am 24.11.2000 im Kieler Landeshaus eine Pressekonferenz. Links sitzt Landwirtschaftsministerin Ingrid Franzen und Umweltminister Klaus Müller (Mitte). Erstmals ist bei einem in Deutschland geborenen Rind bei einem Schnelltest die Seuche BSE entdeckt worden. Die rot-bunte Kuh wurde 1996 in Schleswig-Holstein geboren und kam aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde. Die Landesregierung in Kiel bestätigte den BSE-Verdacht

24.11.2000 BSE in Deutschland nachgewiesen

24.11.2000 | Die Seuche, die in den 1990er-Jahren die meisten Schlagzeilen machte, war BSE – auch als Rinderwahnsinn bekannt. Die mit Abstand meisten BSE-Fälle traten in Großbritannien auf. Da britisches Rindfleisch 1996 in Europa verboten wurde, gab es die Hoffnung, Deutschland bleibe davon verschont. Doch am 24. November 2000 stellt sich heraus: Auch in Deutschland geborene Rinder sind vor BSE nicht geschützt. | Mehr historische Aufnahmen zur Medizingeschichte: http://swr.li/medizingeschichte

Christian Drosten entwickelte 2003 als junger Virologe am Bernhard-Nocht-Institut in Bonn rasch einen SARS-Test

7.5.2003 Der junge Christian Drosten identifiziert 2003 SARS-Virus

7.5.2003 | Der Virologe Christian Drosten ist in der Corona-Krise einer der wichtigsten Ratgeber der Bundesregierung. Doch schon während der SARS-Pandemie 2003 macht er als junger Forscher in Hamburg Schlagzeilen. Er identifiziert zusammen mit Kollegen den tödlichen Erreger und entwickelt früh einen Test. NDR-Reporter Oliver Rabieh hat ihn damals getroffen. | Mehr historische Aufnahmen zur Medizingeschichte: http://swr.li/medizingeschichte

China: Ursprung der SARS-Pandemie 2002 - 2004.

7.5.2003 SARS: Erste Pandemie des 21. Jahrhunderts

7.5.2003 | Das neue Coronavirus ist eng verwandt mit demjenigen, das in den Jahren 2002 bis 2004 bereits eine Pandemie auslöste. Auch damals beginnt die Geschichte in China. Im Mai 2003 – ein halbes Jahr nach Ausbruch der Pandemie, sind mehr als 700 Menschen gestorben. Inzwischen wächst auch in Deutschland die Alarmstimmung. Doch es gibt keine Reisebeschränkungen. Hört man die Hintergrundsendung am 7. Mai 2003, zeigen sich Ähnlichkeiten, aber auch große Unterschiede zur Situation im Jahr 2020. | Mehr historische Aufnahmen zur Medizingeschichte: http://swr.li/medizingeschichte

Landkarte mit einem Pin auf Wuhan in China. Am 31. Dezember 2019 wurde die Weltgesundheitsorganisation WHO über eine Reihe ungewöhnlicher Fälle von Lungenentzündung in der chinesischen Stadt Wuhan informiert.

7.1.2020 "Rätselhafter Krankheitsausbruch" – Erster ARD-Bericht über Corona

7.1.2020 | Am 31. Dezember 2019 wurde die Weltgesundheitsorganisation WHO über eine Reihe ungewöhnlicher Fälle von Lungenentzündung in der chinesischen Stadt Wuhan informiert. Am 7. Januar 2020 geben die chinesischen Behörden bekannt, dass es sich offenbar um ein neuartiges Coronavirus handelt. Hier der erste Hörfunkbericht zum Thema im deutschen Radio von China-Korrespondent Steffen Wurzel.

Landrat Stephan Pusch gibt am 9.3.2020 eine Erklärung in Heinsberg ab: Ein 78 Jahre alter Mann, der mit dem Coronavirus infiziert war, war im Krankenhaus gestorben.

9.3.2020 Die ersten Corona-Toten in Deutschland

9.3.2020 | Nachdem im Januar 2020 die Welt vom neuartigen Corona-Virus erfuhr, ging es schnell. Aus immer mehr Ländern werden immer mehr Infektionen mit immer mehr Tote gemeldet. Frankreich verkündet den ersten Todesfall schon am 15. Februar 2020, Italien ist besonders stark betroffen.
Auch in Deutschland erklären die Behörden einzelne Infektionshotspots zu Risikogebieten, Veranstaltungen werden abgesagt, Klassenfahrten gestrichen. Leute ahnen, was auf sie zukommt; sie beginnen mit Hamsterkäufen.
Doch Deutschland trifft es vergleichsweise spät. Am 9. März 2020 werden die ersten zwei Corona-Toten gemeldet, beide in Nordrhein-Westfalen – in Essen und in Heinsberg. | Mehr historische Aufnahmen zur Medizingeschichte: http://swr.li/medizingeschichte

Cover Podcast Archivradio

Podcast Archivradio – Geschichte im Original

Historische Aufnahmen und Radioberichte von den ersten Tonaufzeichnungen bis (fast) heute. Das Archivradio der ARD macht Geschichte hör- und die Stimmung vergangener Jahrzehnte fühlbar. https://archivradio.de | Übersicht über alle Beiträge: http://x.swr.de/s/archivradiokatalog

Erstmals publiziert am
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Autor/in
Gábor Paál
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