Man liest oft, "es zieht wie Hechtsuppe" komme von "hech sup(p)ha", ein angeblich jiddisch-hebräischer Ausdruck für "Windsbraut, starker Sturm". Allerdings finden sich die Worte so nirgendwo, wie der Jiddist Simon Neuberg bestätigt, schon gar nicht als Bezeichnung für schlecht schließende Fenster.
Würzige Fischsuppe muss kräftig ziehen
In Wirklichkeit bezog man sich im Deutschen auf die Ähnlichkeit von einer traditionell scharf gesalzenen und gepfefferten Fischsuppe mit einem scharfen Luftzug. Das hat damit zu tun, dass Fischsuppe ziehen muss, damit sich der Geschmack der Fische der Brühe mitteilt. Deswegen sagte man auch, wenn es durch Fensterritzen zog: "Das zieht wie eine Fischsuppe."
Das hat sich dann um 1800 weiterentwickelt. Da war der Hecht ein besonders toller Fisch. Und so war "es zieht wie Hechtsuppe" statt "es zieht wie Fischsuppe" einfach eine verstärkende Variante.
Redewendung Woher kommt der Ausdruck "alter Schwede"?
Bei dem Ausruf "Alter Schwede!" kann es sich um einen Ausdrucks des Lobs oder der Überraschung handeln. Wo liegt sein Ursprung?
Redewendung "Sich nicht ganz grün sein" und "dasselbe in Grün" – warum grün?
Jemandem grün sein kommt von der positiven Bedeutung der Farbe. Wenn ich jemandem grün bin, dann bin ich ihm gegenüber wachstumsorientiert, es ist in einen positiven Bereich hineingehend. Von Rolf-Bernhard Essig
Redewendung Woher kommt "den inneren Schweinehund überwinden"?
Was ist ein "Schweinehund"? Es geht nicht, wie man denken könnte, um ein Mischwesen aus Hund und Schwein, sondern "Schweinehund" leitet sich ab von den Sauhunden – also Hunden, die früher bei der Wildschweinjagd eingesetzt wurden. Es waren, wie man sich vorstellen kann, aggressive Hunde. Daher kam zunächst das Schimpfwort Schweinehund für eine gemeinen, aggressiven Menschen. Von Gábor Paál | Text und Audio dieses Beitrags stehen unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.