31.10.1956

Reportage vom Aufstand in Ungarn

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Von Autor/in ARD Archivradio

Im Herbst 1956 kommt es zu einem Volksaufstand in Ungarn. Menschen aus allen sozialen Schichten, Landwirte, Arbeiterinnen, Intellektuelle, selbst Vertreter von Kirche und Militär gehen auf die Straße. Sie fordern den Sturz der stalinistischen Regierung und wollen die sowjetischen Besatzer dazu bringen, das Land zu verlassen.

Doch die Regierung in Moskau schickt Panzer und Truppen nach Budapest. Bis zum 4. November 1956 dauern die Proteste an, ehe sie vom sowjetischen Militär brutal niedergeschlagen werden.

Am 31.10.1956 berichtet zum ersten Mal ein deutscher Reporter von den Aufständen in der ungarischen Hauptstadt.

Quelle: SWR W0098577

Mit wenigen Habseligkeiten und ihrem Kind auf dem Rücken erreicht diese ungarische Frau am 6. November 1956 das Flüchtlingslager Traiskirchen in Österreich. Die einsetzenden Massenverhaftungen nach dem gescheiterten Ungarn-Aufstand 1956 haben zu verstärkten Flüchtlingsströmen nach Österreich geführt.

5.11.1956 Nach dem Volksaufstand: Ungarn auf der Flucht

5.11.1956 | Ungarische Flüchtlinge kommen in Jennersdorf an der österreichischen Grenze an. Sie sprechen über ihre Herkunft und die Umstände ihrer Flucht und werden mit warmem Essen versorgt.

Flüchtlinge aus Ungarn Anfang November 1956 mit ihrer spärlichen Habe bei ihrer Ankunft in Klingenbach in Österreich. Der Grenzübergang Klingenbach wurde am 4. November 1956 gesperrt. Die einsetzenden Massenverhaftungen nach dem gescheiterten Ungarn-Aufstand 1956 haben zu verstärkten Flüchtlingsströmen nach Österreich geführt.

13.11.1956 Ungarische Flüchtlinge bei Verwandten in Göppingen

13.11.1956 | Häufig müssen die neu angekommenen Flüchtlinge in provisorischen Unterkünften oder Durchgangslagern unterkommen. Einige haben jedoch auch Verwandte in Deutschland, bei denen sie vorerst wohnen können. Trotz beengter räumlicher Verhältnisse nimmt Maria Weigel Verwandte auf, die nach der Niederschlagung des Volksaufstandes aus Ungarn geflohen sind.

Neu angekommene Flüchtlinge im Lager Friedland am 23. November 1956. Rund 200.000 Menschen sind nach dem Ungarnaufstand in den Westen geflohen.

23.11.1956 Ungarnflüchtlinge im Lager Osthofen

23.11.1956 | Ende November 1956 kommen 74 neue ungarische Flüchtlinge im Lager Osthofen bei Worms an. So bald wie möglich sollen die größtenteils jungen Flüchtlinge einen Arbeitsplatz bekommen.

Flucht aus den deutschen Ostgebieten vor den vorrückenden Truppen der Roten Armee im Frühjahr 1945: eine Gruppe von Flüchtlingen mit Handwagen in einer zerstörten Ortschaft in Ostpreußen

Archivradio-Gespräch Fluchtpunkt Deutschland – Vom Kriegsende bis zum Asylkompromiss

Diskussionen über "Integration" und "gerechte Verteilung" von Flüchtlingen gab es schon im Nachkriegsdeutschland, als Millionen Vertriebene in die Bundesrepublik kamen. Gábor Paál im Gespräch mit dem Historiker Ulrich Herbert

SWR2 Wissen: Archivradio SWR2