11.3.2009

Live-Reportage aus Wendlingen

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Stand

Von Autor/in ARD Archivradio

Der Täter ist inzwischen gefasst, der Amoklauf beendet. Doch noch sind die Einzelheiten der Tat und das Ausmaß nicht klar. SWR1 schaltet am frühen Nachmittag des 11. März zum Reporter in Wendlingen, der den Großeinsatz der Polizei schildert.

Fahnen auf Halbmast: Blumen und Kerzen für die Opfer des Amoklaufs an der Albertville-Realschule in Winnenden 2009

Archivradio-Gespräch Der Amoklauf von Winnenden und seine Folgen

2009 tötete ein 17-Jähriger im schwäbischen Winnenden 15 Menschen. Die Tat hatte Folgen für seine Familie und das Waffenrecht in Deutschland.

Schüler werden am 11.3.2009 in Winnenden aus dem Schulzentrum, in dem sich die Albertville-Realschule befindet, evakuiert

11.3.2009 Erste Nachrichtenmeldung des SWR zum Amoklauf in Winnenden

11.3.2009 | Um 9:33 Uhr geht bei der Polizei der erste Hilferuf vom Tatort in Winnenden ein. Kurz danach laufen die ersten Agenturmeldungen über den Ticker. Der SWR sendet die ersten Meldungen.

Der baden-württembergische Innenminister Heribert Rech (links) und der Landespolizeipräsident Erwin Hetger am 11.3.2009 während einer Pressekonferenz in der Polizeidirektion Waiblingen. Ein Amokläufer hat in einer Realschule in Winnenden bei Stuttgart neun Schüler und drei Lehrerinnen erschossen. Auf der Flucht tötete er drei Passanten und verletzte zwei Polizisten sowie mehrere Schüler und Passanten schwer, teilten die Polizei Waiblingen und die Staatsanwaltschaft Stuttgart mit.

11.3.2009 Erste Pressekonferenz nach dem Amoklauf in Winnenden

11.3.2009 | Am 11. März 2009 treten gegen 18 Uhr unter anderem Heribert Rech, der Innenminister von Baden-Württemberg, und Landespolizeipräsident Erwin Hetger vor die Presse.
Der Fernsehsender Phoenix überträgt die Pressekonferenz. Ausschnitte daraus werden in verschiedenen Hörfunkwellen übernommen.

"Lasst uns in Ruhe trauern!" steht auf einem Plakat in einem Fenster der Albertville-Realschule in Winnenden. Stiller Protest gegenüber der Presse nach dem Amoklauf am 11. März 2009.

11.3.2009 Am Abend nach dem Amoklauf in Winnenden

11.3.2009 | In der Sendung "Thema des Tages" fassen die Kollegen von SWR4 Baden-Württemberg zusammen, was sie am Abend des 11. März 2009 über den Amoklauf zusammengetragen haben. Polizei und Behörden kommen zu Wort, dazu ein Polizei-Psychologe, Politiker sprechen den Angehörigen ihr Mitgefühl aus. Eine Schülerin schildert die Tat aus ihrer Sicht und ein Reporter fragt die Nachbarn nach dem Amokläufer Tim K. und seiner Familie.

Viele Ü-Wagen und Menschen: Großes Medieninteresse am 12. März 2009 – einen Tag nach dem Amoklauf – an der Albertville-Realschule in Winnenden

19.3.2009 Amoklauf von Winnenden: Was dürfen die Medien?

19.3.2009 | Einige Tage nach dem Amoklauf in Winnenden ist eine Debatte über die Berichterstattung entbrannt. War es nötig, trauernde Angehörigen zu zeigen und bei den Nachbarn zu klingeln? SWR1 Thema heute befasst sich am 19. März 2009 mit den Rückmeldungen der Hörerinnen und Hörer und lässt Kollegen aus anderen Medien zu Wort kommen. | Amoklauf von Winnenden

Tor mit zwei stilisierten Waffen und einer Zielscheibe auf dem Gelände des Schießsportvereins Leutenbach am 12.3.2009. Beim SSV Leutenbach, dem Schützenverein des Vaters, soll der 17-jährige Amokschütze von Winnenden, Tim K. geübt haben.

26.4.2009 Landesschützentreffen nach dem Amoklauf von Winnenden

26.4.2009 | Nur wenige Wochen nach dem Amoklauf in Winnenden treffen sich die Schützenvereine im April 2009 zum Landesschützentreffen. Der Verband verzichtet diesmal auf den traditionellen Umzug und das Böllerschießen. Dennoch gibt es Kritik aus der Bevölkerung, und an den Schulen im Land sind Hobbyschützen nicht überall gerne gesehen. Die Schützen selbst fühlen sich zu Unrecht unter Generalverdacht. Die Stimmung ist gereizt.

Eine Kaliber 9 mm Pistole, Patronen und ein Magazin liegen auf einer Waffenbesitzkarte. Nach dem Amoklauf von Winnenden wurde eine Verschärfung des Waffenrechts diskutiert.

13.5.2009 Brauchen wir ein schärferes Waffenrecht?

13.5.2009 | SWR1 Rheinland-Pfalz befasst sich im Mai 2009 mit der Frage, ob nach dem Amoklauf von Winnenden Waffenbesitzer schärfer kontrolliert werden müssten. Der Vorsitzende des Bunds Deutscher Kriminalbeamter, Klaus Jansen, ist dafür. Der Vizepräsident des Deutschen Schützenbunds, Jürgen Kohlheim, ist dagegen. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei stellt fest, die Zunahme von Gewalt in der Gesellschaft lasse sich nicht mit einem verschärften Waffenrecht aus der Welt schaffen.

Der Vorsitzende Richter Rainer Skujat (M) und die Beisitzer Anne Harrschar (l) und Georg Boeckenhoff am 16.9.2010 in Stuttgart in einem Gerichtssaal des Landgerichts. Eineinhalb Jahre nach dem Amoklauf eines 17-jährigen Schülers in Winnenden und Wendlingen steht der Vater des Täters vor Gericht.

16.9.2010 Der Prozess gegen den Vater des Amokschützen von Winnenden beginnt

16.9.2010 | Im Stuttgarter Landgericht treffen die Angehörigen der Opfer im September 2010 zum ersten Mal auf den Vater des Amokschützen. Vorab bekommt der Angeklagte Morddrohungen. Erinnerungen kommen hoch, die Stimmung im Gerichtssaal ist angespannt.

Hardy Schober und Christiane Sättler-Adel (Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden) am 17.10.2009 in Stuttgart. Rechts ein Container, in dem Nutzer sogenannte Computer-Killerspiele entsorgen können.

17.10.2010 Aktionsbündnis "Amoklauf Winnenden" schreddert “Killerspiele”

17.10.2010 | Das Aktionsbündnis "Amoklauf Winnenden" sammelt im Oktober 2010 in Stuttgart sogenannte Killerspiele in einem Container. Das Bündnis will damit symbolisch gegen Gewalt in der Gesellschaft vorgehen. Doch passionierte Computerspieler wehren sich gegen die Aktion. Sie fühlen sich missverstanden und pauschal verurteilt. | Amoklauf von Winnenden 2009 | archivradio.de

Gedenksteine liegen am 11.03.2010 nach der Gedenkfeier für den Amoklauf in Winnenden vor der Albertville-Realschule

11.3.2013 Schüler schreiben ein Buch nach dem Amoklauf von Winnenden

11.3.2013 | Vier Jahre nach dem Amoklauf kämpfen die Zeugen des Amoklaufs weiter mit den Erinnerungen. Einige Schüler und Schülerinnen haben zusammen mit einer Lehrerin ein Buch geschrieben, um nicht dauernd über den Amoklauf reden zu müssen. – Ein Weg, mit dem Trauma weiterzuleben.