1.2.1979

Islamische Revolution – Ayatollah Khomeini kehrt in den Iran zurück

Teilen

Stand

Von Autor/in ARD Archivradio

Ajatollah Khomeini kommt aus Pariser Exil zurück

Am 16. Januar 1979 hatte der Schah, der fast 50 Jahre lang über den Iran herrschte, das Land verlassen. Zuvor hatte er noch Schapur Bachtiar zum Premierminister ernannt. Bachtiar blieb im Land, konnte aber die Entwicklung nicht aufhalten. Am 1. Februar kommt Ajatollah Khomeini aus seinem Exil in Paris zurück, er landet in Teheran.

Zunächst ein Bericht von ARD-Korrespondent Ulrich Encke, anschließend ein Hintergrundbericht im Süddeutschen Rundfunk.

Demonstranten im Sitzstreik werden am 2.6.1967 vor dem Rathaus Schöneberg in Berlin von der Polizei beobachtet. Die Demonstranten protestierten gegen den Besuch des persischen Herrschers Schah Reza Pahlevi. Bei den Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei die später am Tag folgten wurde der Student Benno Ohnesorg erschossen.

2.6.1967 Proteste gegen den Schah-Besuch in Berlin – kommentiert von Ulrike Meinhof

2.6.1967 | Der Schah besucht mit seiner Frau Farah Diba Berlin und Tausende protestieren gegen ihn wegen der Menschenrechtsverletzungen in Persien.
Abends, als das Schah-Ehepaar sich die "Zauberflöte" ansehen will, versammeln sich die Studenten vor der Deutschen Oper. Unter ihnen ist auch der Student Benno Ohnesorg, der an jenem Abend um 20:30 Uhr von einem Polizisten erschossen wird. Ein Schlüsselereignis für die Radikalisierung der Studentenbewegung. Reporter ist Erich Nieswandt.
Auch die Journalistin – und spätere RAF-Terroristin – Ulrike Meinhof äußert sich in einem ARD-Kommentar zum Schah-Besuch. Sie vergleicht darin den Polizeistaat im Iran mit der Situation in der Bundesrepublik.

Schah Mohammad Reza Pahlavi und Kaiserin Farah gehen am 16.1.1979 über das Rollfeld des Mehrabad Airport zu einem Flugzeug, um das Land zu verlassen. Der Schah verließ im Zuge der islamischen Revolution von seinen Thron.

16.1.1979 Der Schah verlässt Persien

16.1.1979 | 48 Jahre herrschte Schah Reza Pahlavi über den Iran, damals Persien genannt. Der Schah regierte autokratisch, Oppositionelle wurden verfolgt.

Showmaster Rudi Carrell als Sprecher in seiner Sendung "Rudis Tagesshow": Am 15. Februar 1987 verlas er eine satirische Nachricht zum achten Jahrestag der islamischen Revolution im Iran. Dies führte zu einer diplomatischen Krise.

18. bis 20.2.1987 Rudi-Carrell-Witz führt zu diplomatischer Krise mit Iran

18. bis 20.2.1987 | Slips und BHs für Ayatollah Khomeini? Showmaster Rudi Carrell löst mit einer Fernsehsatire diplomatische Verstimmungen aus und entschuldigt sich.

Nachdem der iranische Revolutionsführer Ajatollah Khomeini an alle Moslems den Appell gerichtet hatte, den britisch-indischen Schriftsteller Salman Rushdie zu ermorden, unterstützen Demonstranten in Teheran seinen Mordaufruf. Aufnahme vom 17. Februar 1989.

15. bis 17.2.1989 Irans Todesurteil gegen Autor Salman Rushdie

15. bis 17.2.1989 | Salman Rushdies Roman "Die satanischen Verse" enthält viele Anspielungen auf den Propheten Mohammed. Fundamentalreligiöse Muslime sind empört.