30.9.1983

Foto-Pionier Felix H. Man und die Anfänge der Pressefotografie

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Stand

Von Autor/in ARD Archivradio

Felix H. Man war in den späten 1920ern und frühen 1930ern einer der Pioniere der Pressefotografie. Geboren wurde er am 30. November 1893 in Freiburg unter dem Namen Felix Sigismund Baumann; er starb am 30. Januar 1985 in London.

Dokumentarfotografie während der Ersten Weltkriegs

Bereits während des Ersten Weltkriegs produzierte er mehrere Reportagebilderreihen wie "Ruhe an der Westfront" oder "Vom Schwein bis zur Wurst", später dann die berühmte Serie "Ein Tag im Leben Mussolinis". Seine Bildberichte in der "Münchner Illustrierten Presse" pflegte er mit dem Pseudonym "MAN" zu zeichnen. 1934 emigrierte er nach England, da er "mit der Hitlerei" nichts zu tun haben wollte.

In diesem Interview von 1983 berichtet er von den frühen Jahren.

Quelle: Deutschlandradio

Reisebus und fotografierende Touristen vor dem Eiffelturm in Paris im 9. April 1955

24.4.1953 Kritik an deutscher Amateur-Fotografie

24.4.1953 | Ein Foto war in den Anfängen der Fotografie eine aufwändige Angelegenheit. Familienfotos entstanden nur bei seltenen Anlässen. Profi-Fotografen mussten engagiert, das Setting für das Bild genau arrangiert werden.
Im Lauf der Zeit wurden Fotoapparate auch für Privatleute erschwinglich und einfach bedienbar, man nahm sie mit in den Urlaub. Damit veränderten sich die Ansprüche an die Bildgestaltung – platt gesagt: Sie war vielen egal.
Das wiederum beklagten diejenigen Profi- und Amateur-Fotografen, die das Fotografieren mit einem künstlerischen Anspruch verfolgten. So in diesem Interview von 1953. Es gab noch keine KI, auch das Wort "Selfie" war noch nicht erfunden. Und doch beklagt der Vorsitzende der Südwestdeutschen Amateur-Fotografen Carl Bosch (nicht identisch mit dem gleichnamigen Industriellen) einen Technik-"Fetischismus" und dass die Leute immer nur sich selbst vor irgendwelchen Sehenswürdigkeiten fotografieren würden.

Ansicht des Planeten Erde vom Mond aus im Weltraum am 24. Dezember 1968 fotografiert. Die Apollo-8-Crew – Frank Borman, James Lovell und William Anders –wurde am 21. Dezember 1968 auf einer Saturn-V-Rakete gestartet, umkreiste den Mond zehnmal und kehrte am 27. Dezember 1968 zur Erde zurück. Die Astronauten waren die ersten, die die Erde aus dem Weltraum fotografierten.

24.12.1968 Der Moment, als die Erde am Horizont auftauchte – Earthrise auf der Apollo 8

24.12.1968 | Apollo 8 war in vielerlei Hinsicht eine besondere Mission. Es war der erste bemannte Flug zum Mond. Bis dahin hatte sich noch kein bemanntes Raumschiff weiter als 1.500 Kilometer von der Erde entfernt.
Die drei Astronauten Frank Borman, William Anders und James Lovell betraten zwar nicht den Mond – diesen Schritt sollte erst Neil Armstrong ein halbes Jahr später gehen – aber sie umkreisten ihn zehnmal und testeten die Landefähre.
Heiligabend 1968 knipsen die Astronauten ein Foto, das die Welt verändern sollte: Im Vordergrund der kahle graue Mond, im Hintergrund die aufgehende blauweiße Erde – die erste Weltraumperspektive auf unseren Planeten. Da ein Aufnahmegerät die Bord-Gespräche mitschnitt, ist der Moment, als sie die Erde erstmals sehen, auch akustisch erhalten geblieben. Die Aufnahme beginnt damit, dass Borman eine Drehung des Raumschiffs ankündigt, denn die Astronauten sind gerade dabei, die Mondoberfläche in Schwarzweiß zu fotografieren und müssen dazu das Raumschiff etwas justieren. Man hört, wie sie sich über einen Krater auf dem Mond unterhalten, und ob der möglicherweise vulkanischen Ursprungs ist. Durch die Drehung kommt Apollo 8 mit einem Mal in eine Position, in der die Erde durch ein Fenster sichtbar wird. Ab dann hört man die Begeisterung. Man hört dann, wie Bill Anders zu Jim Lovell sagt, er solle ihm schnell den Farbfilm reichen. Lovell sagt erst: "Mach viele Fotos!" Und dann: "Komm, gib mir die Kamera." Anders: "Beruhige dich."
Dreieinhalb Stunden vor diesem unerwarteten Ereignis gab es noch eine Live-Schalte zur Erde, die im Fernsehen übertragen wurde. Es war ja Weihnachten. Und so beginnt Bill Anders, als Weihnachtsbotschaft die biblische Schöpfungsgeschichte zu verlesen. Jim Lovell und Frank Borman schließen sich an. (Quelle: Nasa)
Mehr Aufnahmen aus der Raumfahrtgeschichte: http://x.swr.de/s/archivradioraumfahrt

Der Sarg von Prinzessein Diana wird aus dem Pariser Krankenhaus getragen, in dem sie starb: Lady Diana war eine britische Prinzessin und ein Medienidol. Sie war von 1981 bis zur Scheidung 1996 die erste Ehefrau des britischen Thronfolgers Prinz Charles. Sie starb durch einen Autounfall im Alter von 36 Jahren am 31. August 1997 in Paris im Hôpital de la Salpêtrière. Auch ihr Freund Dodi Al-Fayed sowie Henry Paul, der Fahrer des Wagens, kamen ums Leben.

31.8.1997 Lady Dianas Unfall-Tod – verfolgt von Paparazzi

31.8.1997 | Ihre Ehe mit Prince Charles war gescheitert, die beiden hatten sich 1992 getrennt, doch die Boulevardpresse interessierte sich weiter für Lady Diana. So sehr, dass die Paparazzi sie überall belauerten. Auch bei ihrem Besuch in Paris Ende August 1997, ein Jahr nach der offiziellen Scheidung. Diana und ihr Dodi Al-Fayed versuchen, den Fotografen durch Tricks zu entgehen, und doch kommt es zu einer tödlichen Verfolgungsjagd. Der Fahrer rast in einen Tunnel, verliert die Kontrolle, der Wagen prallt gegen einen Pfeiler.
Tags drauf stellt sich der Unfall nochmal in einem anderen Licht dar. Es stellt sich heraus, dass der Fahrer schwer betrunken war und mehr als 1,7 Promille Alkohol im Blut hatte.
Der Vater von Dodi Al Fayed behauptet später, dass es sich bei dem Unfall um einen Auftragsmord des britischen Geheimdienstes gehandelt habe. Doch für diese Version konnten Ermittler keine Anhaltspunkte finden.

Paul Laven kommentiert die Radio-Übertragung der Frankfurter Ruderregatta 1926

Deutsche Mediengeschichte (1/3) Rundfunkpionier Paul Laven – Stimme der Weimarer Republik

In den 1920ern überholt der Rundfunk die Zeitungen als Leitmedium: schneller, direkter, moderner. Paul Laven wird die Radio-Stimme der Weimarer Republik. Was er macht, ist neu.

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Portraitbildnis von Margret Boveri (1900 - 1975), ca. 1920,. Margret Boveri war Korrespondentin und Zeitungsreporterin

Deutsche Mediengeschichte (2/3) Korrespondentin Margret Boveri – Zeitungsreporterin im Dritten Reich

Die Nazis schalten die Presse gleich. Margret Boveri nutzt die Säuberungswelle aus und wird Reporterin. Skrupel hat sie keine. Eine typische Haltung vieler Journalisten ihrer Zeit.

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Radio- und Fernsehjpurnalist Peter von Zahn mit der Sängerin Gillian Scalici in den 1980ern am Broadway in New York: Nazi-Propaganda beeinflusste das Weltbild der Deutschen noch nach 1945. Peter von Zahn sendete ungewohnte Bilder aus den USA.

Mediengeschichte Fernseh-Kommentator Peter von Zahn – Neue Bilder für die Bundesrepublik

Noch unter den Nazis zum Journalisten ausgebildet, prägt Peter von Zahn nach dem Zweiten Weltkrieg einen persönlichen Stil und bringt den Deutschen ehemalige Kriegsfeinde näher.

Das Wissen SWR Kultur