Frankfurt am Main: früher Verkehrsknoten der Luftfahrt
Schon in der Zeit der Zeppeline war Frankfurt am Main ein früher Verkehrsknoten der Luftfahrt: 1912 wurde am Rand des Frankfurter Stadtteils Bockenheim, im Rebstockgelände, ein Luftschiffhafen eröffnet und stand bald auch Flugzeugen zur Verfügung. Doch das Gelände wurde mit der Zeit zu klein und konnte, da in der Stadt gelegen, auch nicht ausgebaut werden.
1930 beschließt der Magistrat einen neuen Flughafen südlich von Frankfurt im Frankfurter Stadtwald. Doch wegen der Weltwirtschaftskrise wird der Plan nicht umgesetzt.
Flughafen in der Nähe der Reichsautobahn
Dann kommen die Nationalsozialisten an die Macht und greifen die Pläne auf. Sie platzieren das Gelände in unmittelbarer Nähe der ersten Reichsautobahn, auf die Hitler ja so stolz ist – also der heutigen A5 im Abschnitt zwischen Frankfurt und Darmstadt.
Im Juli 1936, kurz vor den Olympischen Spielen in Berlin, wird der Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main eröffnet. Hier der Ausschnitt des Berichts, wie er im Deutschen Rundfunkarchiv erhalten ist.
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1900 / 1938 Erster Zeppelin hebt ab – Konstrukteur Ludwig Dürr erinnert sich
1900/1938 | 1899 lässt Graf Ferdinand von Zeppelin am Bodensee sein erstes Luftschiff bauen, die LZ 1. Ein Jahr später, am 2. Juli 1900, erhebt es sich zum ersten Mal in die Luft. Ludwig Dürr – Zeppelins langjähriger Chefkonstrukteur – erinnert sich an diesen bedeutenden Moment. Das Interview stammt vom 5. Juli 1938.
4.8.1908 / 1983 Das Zeppelinunglück von Echterdingen
4.8.1908 / 1983 | Ein Zeppelin über Stuttgart! Das war 1908 eine Sensation, die leider in einem großen Unglück endete. Bei einer Notlandung in Echterdingen verbrennt die LZ 4. Augenzeugen erinnern sich 1983 an diesen Tag.
24.8.1908 Graf Zeppelin über die Zukunft der Luftschiffe
24.8.1908 | Graf Zeppelin (1838 - 1917) spricht in einer Original-Tonaufnahme über die Zukunft der Luftfahrt.
12.10.1924 / 7.9.1925 Atlantik-Überquerung: Per Luftschiff von Friedrichshafen nach New York
12.10.1924 / 7.9.1925 | 1924 fährt die LZ 126 von Friedrichshafen nach Lakehurst bei New York. Hugo Eckener, Nachfolger von Graf Zeppelin, erzählt darüber 1925.
1.8.1929 / 5.7.1938 Erste Weltfahrt mit dem Luftschiff – Hugo Eckener erzählt
1.8.1929 / 5.7.1938 | Einmal um den Globus in 35 Tagen: die erste Weltumfahrung mit einem Luftschiff, der LZ 127. Die Fahrt geht über Sibirien, Japan und den Pazifik.
30.7.1931 Arthur Koestler über die Zeppelinfahrt in die Arktis
30.7.1931 | Nach der Weltumfahrung 1929 startet am 24. Juli 1931 eine große Forschungsexpedition Richtung Nordpolarmeer – wieder mit der LZ 127. Mit diesen spektakulären Fahrten will Hugo Eckener, Nachfolger von Graf Zeppelin, die Leistungsfähigkeit der Luftschiffe unter Beweis stellen. Mit an Bord der LZ 127 ist Arthur Koestler – der später als Schriftsteller weltberühmt werden sollte. Als das Luftschiff am 30. Juli nach Berlin zurückkehrte, war Koestler einer der Gästen beim großen Empfang auf dem Tempelhofer Flughafen.
1932 / 1978 Elly Beinhorn: Die erste Frau, die um die Welt fliegt
1932 / 1978 | Elly Beinhorn (1907 - 2007) gehört zu Deutschlands berühmtesten Fliegerinnen. 1931 fliegt sie nach Afrika und über den Himalaya, 1932 umrundet sie im Alleinflug die Welt.
18.4.1932 Südamerika und zurück: regelmäßiger Passagierverkehr mit dem Luftschiff
18.4.1932 | Friedrichshafen – Rio de Janeiro: Nach den aufsehenerregenden Fahrten der LZ 127 einmal um die Welt und in die Arktis, fährt das Luftschiff nun regelmäßig nach Südamerika. Hugo Eckener stellt dabei die Vorzüge gegenüber den Dampfschiffen heraus.
Propellerbetriebene Flugzeuge hatten Anfang der 1930er Jahre noch keine große Reichweite – der Zeppelin schon.
Übrigens: Im Jahr der Aufnahme wurde Hugo Eckener, der Kopf der Zeppelin-Luftfahrt, auch als Kandidat für das Amt des Reichspräsidenten gehandelt. Er zog seine Bewerbung aber dann zugunsten Hindenburgs zurück.
7.10.1932 Erstes Ferngespräch im Rundfunk mit Luftfahrtpionier Wolfgang von Gronau
7.10.1932 | In den Anfangsjahren galt das Radio als Wunderkasten, der Stimmen von weit her über die Luft in die Wohnzimmer zauberte. Anders als das Telefon, das ja eine Leitung voraussetzte. 1932 wurde beides kombiniert: Das erste Ferninterview im Rundfunk mit einem Gesprächspartner, der Tausende von Kilometern entfernt war. Hören Sie das erste Rundfunkferngespräch mit dem Luftfahrtpionier Wolfgang von Gronau (1893 - 1977). Eine Unterhaltung zwischen Berlin und Batavia – dem heutigen Jakarta – am 7. Oktober 1932
31.12.1934 Luftfahrtpionier August Euler: erster Deutscher mit Flugschein
31.12.1934 | Als erster Deutscher erhielt August Euler 1910 das internationale Flugzeugführerpatent. Er baute auch die ersten deutschen Motorflugzeuge und leitete eine Fliegerschule. Dieses Interview stammt von Silvester 1934. Euler spricht über die Anfänge der Luftfahrt und singt ein selbst komponiertes Lied: "Ihr könnt mich mal". | http://swr.li/euler-luftfahrt-pionier
27.3.1936 Hitlers Luftschiff-Propaganda 1936 – Zwei Zeppeline über Hamburg
27.3.1936 | Die Wahlen waren eine Farce, trotzdem machte Hitler "Wahlkampf" – mithilfe einer Deutschlandfahrt der Luftschiffe "Hindenburg" (LZ 129) und "Graf Zeppelin" (LZ 127).
6.5.1937 Explosion der "Hindenburg" in Lakehurst
6.5.1937 | 1936 geht das damals größte Luftschiff der Welt "Hindenburg" in Betrieb. Es fährt 63 mal über den Atlantik, nach Rio de Janeiro und New York. Am 6. Mai 1937 jedoch kommt es zur Katastrophe, als sich der Wasserstoff im hinteren Teil des Luftschiffs entzündet. 35 Menschen sterben. Die Live-Reportage von Herbert Morrison wurde weltberühmt.
20.11.1938 August Euler über die Zukunft der Flugzeuge
20.11.1938 | Am 20. November 1938 spricht Luftfahrtpionier August Euler über die Zukunft der Luftfahrt aus seiner Sicht. Das Interview fand anlässlich seines 60. Geburtstags auf seinem Alterswohnsitz am Feldberg im Schwarzwald statt. Euler prophezeit den Siegeszug der "mechanischen Vögel", allerdings werde es auf dem Weg dorthin auch Probleme geben. | http://swr.li/euler-zukunft-flugzeuge