25.10.1971

Eröffnung der Sauerland-Autobahn

1971 eröffnete Verkehrsminister Georg Leber die Sauerlandlinie. Schon lange davor hatte sie einen Namen: Der ADAC nannte sie "Die Schönheitskönigin unter den deutschen Autobahnen".

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Stand

Von Autor/in ARD Archivradio

Diese Nord-Süd-Verbindung verkürzt nicht nur den Weg von Dortmund nach Frankfurt um eine ganze Stunde, sondern bildet eine neue transkontinentale Achse im europäischen Fernstraßennetz. Bundesverkehrsminister Leber umriss ihre Bedeutung so:

Adolf Hitler beim offiziellen Spatenstich: Bau der ersten Reichsautobahn Frankurt am Main - Darmstadt - Mannheim, Baubeginn am 23. September 1933

23.9.1933 Hitlers erste Reichsautobahn: Spatenstich bei Frankfurt am Main

23.9.1933 | Hitler und Autobahn – das gehört im kollektiven Gedächtnis der Deutschen zusammen. Die Pläne sind allerdings deutlich älter und stammen aus der Weimarer Zeit.

Bundesverkehrsminister Georg Leber erläutert am 2.9.1969 in Düsseldorf seinen Plan, von 1971 bis 1985 insgesamt 8.000 km neue Autobahnen und autobahnähnliche Bundesfernstraßen zu bauen

18.2.1968 Der "Leber-Plan" soll den Verkehr neu ordnen

18.2.1968 | Verstopfte Straßen, immer mehr Verkehrstote, die Bundesbahn tief in den Roten Zahlen: Das will Verkehrsminister Georg Leber ändern und mehr Verkehr auf die Schiene bringen. Eine Idee: LKW-Fahrverbote.

Frauen am Steuer sahen sich in den 1960er-Jahren vielen Vorurteilen ausgesetzt

12.9.1969 Frauen am Steuer: "Der 7. Sinn" lehrt Frauen das Autofahren

12.9.1969 | In den späten 1960er-Jahren strahlte die damals beliebte Fernsehsendung "Der 7. Sinn" ein ganz besonderes Lehrvideo zum Thema "Frauen am Steuer" aus, in dem auf die Gefahren durch Frauen im Straßenverkehr hingewiesen wird. An sexistischen Sprüchen mangelt es nicht in diesem Beitrag.

Polizisten kontrollieren am 25. November 1973 am Autobahnkreuz Köln-Nord die Einhaltung des Fahrverbots. Nur Verkehrsteilnehmer mit Sondergenehmigungen durften an diesen Tag ihr Fahrzeuge benutzen. Wegen der anhaltenden Ölkrise wurde am 25.11.1973 zum ersten Mal ein sonntägliches Fahrverbot verhängt.

25.11.1973 Erster autofreier Sonntag – Sondersendung

25.11.1973 | Im Herbst 1973 drosseln die OPEC-Länder den Erdölexport und sorgen damit für die erste weltweite Ölkrise. Das Ölembargo ist eine Reaktion auf den Jom-Kippur-Krieg. Am 6. Oktober hatten Ägypten und Syrien überraschend Israel angegriffen - am höchsten Jüdischen Feiertag. Trotz schwerer Verluste kann Israel den Angriff abwehren. Es erobert und besetzt Teile der syrischen Golanhöhen.
Die OPEC-Staaten setzen daraufhin das Erdölembargo als Sanktion gegen den Westen ein, der sich im Konflikt auf die Seite Israels gestellt hat.
Die Bundesrepublik reagiert auf die Ölknappheit mit einer ungewöhnlichen Sparmaßnahme. Sie verhängt vier autofreie Sonntage sowie Tempolimits. Der erste dieser Sonntage ist der 25. November. Der Südwestfunk sendet dazu nachmittags eine dreistündige Sondersendung. Wir hören einen Zusammenschnitt aus der ersten Stunde. Vor allem die Musik haben wir herausgeschnitten. Besonders hörenswert: Die launige Reportage von SWF-Reporter Pit Klein, etwa ab 03:00 dieser Aufnahme.