3.10.1989

DDR-Bürger stürmen Prager Botschaft

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Von Autor/in ARD Archivradio

Die Möglichkeit, über Prag und Warschau in den Westen zu reisen, ermuntert zahlreiche weitere DDR-Bürger zur Flucht. Am 3. Oktober 1989 kommt es an der Botschaft in Prag zu dramatischen Szenen.

Der damalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher (unter dem Fensterkreuz rechts) mit anderen Politikern auf dem Balkon der bundesdeutschen Botschaft in Prag. Am 30. September 1989 hatte der FDP-Politiker dort den DDR-Bürgern im Garten verkündet, dass ihre Ausreise möglich geworden war.

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30.9.1989 | "Wir sind gekommen, um Ihnen mitzuteilen …" Außenminister Genscher verkündet den DDR-Flüchtlingen in der bundesdeutschen Botschaft in Prag, "dass heute Ihre Ausreise …" – Der Rest ging im Jubel unter. Was wenig bekannt ist: Fast zeitgleich verkündet Staatssekretär Jürgen Sudhoff in der Botschaft von Warschau das gleiche – und auch von dort steigen noch in derselben Nacht tausende DDR-Bürger in einen Zug in die Bundesrepublik. | Am 31. März 2016 starb Hans-Dietrich Genscher

DDR-Übersiedler am 5. Oktober 1989 bei ihrer Ankunft auf dem Bahnhof im bayerischen Hof. Sie kamen mit Sonderzügen der Deutschen Reichsbahn aus Prag, wo sie auf dem Gelände der Deutschen Botschaft auf eine Einreisemöglichkeit in die Bundesrepublik gewartet hatten. Züge aus Prag, die beim Durchqueren des DDR-Gebietes durch Dresden gefahren waren, hatten große Unruhe bei den DDR-Bürgern ausgelöst. Ausreisewillge hofften, auf einen der Züge aufspringen zu können.

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4.10.1989 | Der zweite Zug mit DDR-Flüchtlingen fährt von Prag Richtung Bundesrepublik. Er muss dabei aber durch die DDR. So berichtet SDR-Korrespondent Gerhard Rein von Menschen am Dresdner Hauptbahnhof, die die Hoffnung hatten, auf eben jenen Zug aufspringen zu können.

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