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Ameisen – Sprengmeister und Sklavenhalter

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Von Autor/in Jochen Steiner

120 Ameisenarten in Deutschland, 13.000 weltweit

In Deutschland gibt es etwa 120 Ameisenarten, weltweit sind es an die 13.000. Sie kommen fast überall auf der Erde vor, vor allem in den Tropen ist der Artenreichtum enorm.

Ameisen sorgen für artenreiche Ökosysteme

Ameisen sind wahre Naturschützer: Ihre Nester erstrecken sich häufig bis in den Boden, den sie mit vielen Gangsystemen auflockern. Dadurch können Pflanzen einfacher ihre Wurzeln ausbreiten. Wo Ameisen sind, können Pflanzen besser wachsen. Außerdem halten Ameisen Wald und Garten sauber, indem sie Aas fressen und so manchen unliebsamen Schädling. Andererseits sind sie selbst eine wichtige Nahrungsquelle für viele Insekten. Dort, wo Ameisen leben, sind die Ökosysteme artenreicher und eher im Gleichgewicht als dort, wo es keine Ameisen gibt.

Ameisen: ein Leben ganz im Dienst der Kolonie

Ameisen verfügen über ein ausgeklügeltes System, ihr oftmals riesiges Volk zu organisieren und am Leben zu halten. Sie setzen strikt auf Arbeitsteilung und stellen das Leben des Individuums ganz in den Dienst der Kolonie.

Da kann es vorkommen, dass sich bestimmte Rossameisen selbst in die Luft sprengen, um ihr Volk vor Eindringlingen zu verteidigen. Oder dass Ameisen der Gattung "Protomognathus" in artfremde Nester eindringen und dort den Nachwuchs rauben, um die fremden Ameisen dann als Sklaven für sich im eigenen Nest arbeiten zu lassen.

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Jochen Steiner
Jochen Steiner, SWR Kultur Moderator
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Candy Sauer