Viele Trierer denken mit Wehmut daran zurück als die Treviris-Passage noch ein beliebter Treffpunkt zum Shoppen und Feiern in der Trierer Innenstadt war.
Heute wird vor dem maroden Gebäude schon tagsüber Alkohol getrunken. Die Einkaufspassage ist bis auf die Filiale eines Discounters leer. Nur noch 40 der mehr als 100 Wohnungen sind bewohnt.
Baubeginn für neues Quartier im Frühjahr
Wer genauer hinsieht bemerkt erste Bauarbeiten über der einstigen Ladenpassage. Eine neu gegründete Projektgesellschaft an der die Stadtwerke Trier und die Volksbank Trier-Eifel beteiligt sind, will bis Frühjahr 2027 einen modernen Wohn- und Dienstleistungskomplex entwickeln. Kostenpunkt: 50 Millionen Euro. Offizieller Start für die Bauarbeiten soll im Frühjahr sein.
Die Treviris-Passage wird von einem Schandfleck wieder zu einem Schmuckstück.
Der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) schwärmt von einem wichtigen Meilenstein bei der Transformation der Innenstadt: "Die Treviris-Passage wird vom Schandfleck wieder zum Schmuckstück."
Starke Partner hätten sich mit der Volksbank und den Stadtwerken zusammengetan, so Leibe. Die wollen einen Großteil der neuen Treviris Passage selbst nutzen und dort große Kundenzentren errichten. Das neue Treviris-Quartier soll vor der Tür gleich zum neuen ÖPNV-Knotenpunkt in der Innenstadt werden. Die Ladenpassage wird dafür geschlossen. Einzelhandel gibt es hier künftig nicht mehr.
Mehr als 100 Wohnungen werden modernisiert
Die meisten der bestehenden Wohnungen bleiben erhalten und werden im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus bis April 2027 umfassend saniert und modernisiert. Einen Teil der Wohnungen wollen die Stadtwerke Trier als sogenannte Werkswohnungen für Mitarbeiter nutzen.
Die neue Treviris Quartier soll auch optisch punkten: Mittels verschiedener Putzstrukturen und Farben sowie Variationen bei der Fenstergestaltung soll es so wirken als bestünde der Komplex aus vielen Einzelgebäuden. Mit dem Betoncharme der 80ziger Jahre soll dann endgültig Schuss sein.