Die Wohnbau in Mainz will freiwerdende Wohnungen ab Januar effizienter vergeben. Wer dann über das städtische Unternehmen ein neues Zuhause sucht, muss sich auf dessen Online-Portal registrieren. Dort muss dann ein Profil angelegt werden. Hier sind Fragen zu beantworten wie: In welchem Stadtteil und wie groß soll die Wohnung sein? Was darf sie kosten?
9.000 Menschen stehen in Mainz auf Warteliste
"Es ist ein bisschen wie Tinder", sagt eine Wohnbau-Sprecherin. Denn das Unternehmen gibt seinerseits zu jeder freien Wohnung ein, nach welchen Mietern sie konkret suchen. Wichtig ist dabei zum Beispiel auch, wie viele es sein sollen. Anschließend zeigt das System passende Treffer an. Suchende können sich darauf bewerben. Es kann aber auch sein, dass sich die Wohnbau bei einem Suchenden meldet und eine Wohnung anbietet.
Im Moment stehen 9.000 Leute auf der Warteliste. Die müssen sich zum Jahreswechsel ebenfalls neu registrieren. Die Betroffenen erhalten nach Angaben des Unternehmens eine persönliche Nachricht.
Neues Online-Portal hat Vorteile
Der neue Weg habe mehrere Vorteile, betont die Wohnbau. Man komme weg von einer allgemeinen Warteliste. Mieter könnten sich künftig passendere Wohnungen aussuchen. Und das nicht nur bei der Wohnbau, sondern auch bei anderen Wohnungsbaugesellschaften – beispielsweise wenn jemand aus Mainz auch offen für eine Wohnung im benachbarten Wiesbaden ist.
Transparenter als bisherige Wartelisten
"Mit dem neuen Verfahren wollen wir den Prozess für alle Beteiligten einfacher, fairer und transparenter gestalten. Jede Wohnung wird angeboten. Wer sich bewirbt, sieht sofort, wo Chancen bestehen", sagte Franz Ringhoffer, Geschäftsführer der Wohnbau Mainz. Die Wohnbau vermietet in Mainz 11.000 Wohnungen.