Innerhalb von knapp zwei Wochen sind in Düsseldorf fünf Menschen ertrunken. Darauf reagiert nun die Stadt und will in der kommenden Woche ein komplettes Badeverbot erlassen.
Wie das konkret aussehen soll, werde derzeit erarbeitet, so ein Sprecher. Es sei aber davon auszugehen, dass es sogar verboten sein wird, die Füße ins Wasser zu halten. Dann drohen mindestens 150 Euro Bußgeld.
Wer nasse Füße hat, hat verloren.
Todesfälle im Rhein bei Mainz
Auch im Rhein zwischen Worms und Bingen gibt es immer wieder Notfälle oder sogar Todesfälle. Gut einen Monat ist es her, dass eine Frau und ein Mädchen am Rheinstrand Oppenheim gerade noch gerettet wurden.
Zwei Schwimmerinnen aus Rhein gerettet Dramatische Minuten: Retterin erzählt vom Badeunfall in Oppenheim
Eine 13-Jährige und eine 22-Jährige sind am Rheinstrand Oppenheim in eine gefährliche Strömung geraten. Sie überlebten nur, weil ihnen Badegäste geholfen haben.
Mit einem Badeverbot wären sie wohl nicht in diese Situation gekommen. Dennoch ist die Zurückhaltung in Rheinhessen eher groß, Schwimmen und Baden im Rhein zu verbieten.
DLRG Oppenheim: Badeverbot nicht kontrollierbar
Andreas Lerg von der DLRG Oppenheim hält die Idee eines Badeverbots für grundsätzlich richtig. Die Umsetzung sei aber schwierig.
Er sagt, dass es für ein solches Verbot viele braucht, die dieses überwachen. Die gebe es aber nicht. Außerdem werde ein solches Verbot an der Unvernunft der Menschen nichts ändern, so Lerg in einem Gespräch mit dem SWR.
Dann gehen sie dort ins Wasser wo nicht kontrolliert wird.
VG Rhein-Selz plant kein Verbot
Auch in der Verbandsgemeinde Rhein-Selz hält man erstmal nichts von einem solchen Verbot. Der Rheinstrand in Oppenheim sei ein beliebtes Ausflugsziel, so Bürgermeister Martin Groth (FWG). Ein Badeverbot würde von den Besucherinnen und Besuchern als Behördenirrsinn abgetan, sagte Groth dem SWR.
Er kenne einen Mann, der seit 30 Jahren quer durch den Rhein rüber auf die hessische Seite schwimme. Wie solle er dem ein Verbot erklären. Er werde sich das Verbot in Düsseldorf genau anschauen, sehe aber derzeit für die Verbandsgemeinde Rhein-Selz keinen Handlungsbedarf.