Angeklagter erinnert sich nicht

Staatsanwaltschaft: Mehr als 38 Mal in Mainzer Park zugestochen

Ein 39-Jähriger ist im April im Hartenbergpark in Mainz bei einer Messerattacke getötet worden. Nun muss sich ein 29-Jähriger wegen Totschlags vor Gericht verantworten.

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Von Autor/in Marco Schüler, Christiane Spohn

An die eigentliche Tat kann sich der Angeklagte nicht mehr erinnern. Er ließ im Gerichtssaal eine Stellungnahme verlesen. Darin heißt es, er habe am Ostersonntag mit seinen ukrainischen Freunden im Hartenbergpark Ostern gefeiert.

Sie hätten den ganzen Nachmittag russische Musik gehört und sich auf Russisch unterhalten, da sie alle aus einer Region in der Ukraine stammten, in der russisch gesprochen werde.

Streit unter Ukrainern soll eskaliert sein

Eine andere Gruppe, vermutlich ebenfalls Ukrainer, habe das kritisiert und Streit angefangen. Erst verbal, später hätten drei von ihnen mit Metallstangen auf ihn und seine Freunde eingeschlagen, heißt es in der Stellungnahme.

Der Angeklagte habe die Angreifer mit Flaschen beworfen. Ansonsten könne er sich an nichts erinnern. Auch das Opfer, das am Boden lag, habe er nicht gesehen. Erst später habe er bemerkt, dass er voller Blut sei.

Staatsanwältin: "Messerattacke war keine Verteidigung"

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, mehr als 38 Mal auf sein Opfer eingestochen zu haben und dann weggegangen zu sein. Laut Staatsanwaltschaft wurde das Opfer an Hals, Herz, der Lunge, den Nieren und dem Darm verletzt.

Die Staatsanwältin sagte vor Gericht, die Messerattacke sei nicht als Verteidigung zu werten.

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Der Prozess wird fortgesetzt. Geplant sind insgesamt zehn Verhandlungstage.

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Marco Schüler
Christiane Spohn
Christiane Spohn ist Reporterin im SWR Studio Mainz

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