An die eigentliche Tat kann sich der Angeklagte nicht mehr erinnern. Er ließ im Gerichtssaal eine Stellungnahme verlesen. Darin heißt es, er habe am Ostersonntag mit seinen ukrainischen Freunden im Hartenbergpark Ostern gefeiert.
Sie hätten den ganzen Nachmittag russische Musik gehört und sich auf Russisch unterhalten, da sie alle aus einer Region in der Ukraine stammten, in der russisch gesprochen werde.
Streit unter Ukrainern soll eskaliert sein
Eine andere Gruppe, vermutlich ebenfalls Ukrainer, habe das kritisiert und Streit angefangen. Erst verbal, später hätten drei von ihnen mit Metallstangen auf ihn und seine Freunde eingeschlagen, heißt es in der Stellungnahme.
Der Angeklagte habe die Angreifer mit Flaschen beworfen. Ansonsten könne er sich an nichts erinnern. Auch das Opfer, das am Boden lag, habe er nicht gesehen. Erst später habe er bemerkt, dass er voller Blut sei.
Staatsanwältin: "Messerattacke war keine Verteidigung"
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, mehr als 38 Mal auf sein Opfer eingestochen zu haben und dann weggegangen zu sein. Laut Staatsanwaltschaft wurde das Opfer an Hals, Herz, der Lunge, den Nieren und dem Darm verletzt.
Die Staatsanwältin sagte vor Gericht, die Messerattacke sei nicht als Verteidigung zu werten.
Tödlicher Messerstich in Mainzer Park 39-Jähriger bei Streit erstochen - Haftbefehl erlassen
Nach der tödlichen Auseinandersetzung am späten Ostersonntag in einem Mainzer Park ist am Montag Haftbefehl wegen Verdachts auf Totschlag erlassen worden.
Großeinsatz der Polizei im Hartenbergpark
Das Ganze löste einen Großeinsatz der Polizei aus. Der alarmierte Rettungsdienst konnte dem schwer verletzten Mann aber nicht mehr helfen. Der 39-Jährige starb laut Staatsanwaltschaft noch im Park.
Der Angeklagte konnte zwar weglaufen, er wurde aber kurze Zeit später festgenommen. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.
Der Prozess wird fortgesetzt. Geplant sind insgesamt zehn Verhandlungstage.