Der Bahnhof in Kirn ist ein typischer Kleinstadtbahnhof - mit Zeitungskiosk, bepflanzten Blumentöpfen auf dem Vorplatz und Menschen auf dem Weg zu Bus oder Bahn.
Messerverbot: Polizeikontrolle am Morgen
Am Dienstagmorgen war hier aber deutlich mehr Polizei unterwegs als sonst. Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Kirn, der Bundespolizei und des Kommunalen Vollzugsdienstes der Verbandsgemeinde Kirner Land kontrollierten Fahrgäste von Bus und Bahn. Ihr Ziel: Verbotene Messer und andere gefährliche Gegenstände finden und sicherstellen.
Messer im Rucksack, Rasierklinge am Gürtel - verboten!
Eine Stunde wurde kontrolliert, insgesamt 50 Menschen überprüft - die Einsatzkräfte wurden fündig: Sie stellten ein Dutzend Messer und Klingen sicher.
So fanden die Beamten unter anderem bei einem 13-Jährigen, der auf dem Weg zur Schule war, ein Taschenmesser. Im Rucksack eines Fahrgastes wurden fünf einzelne Klingen für ein Cuttermesser entdeckt. Außerdem fanden die Beamten ein weiteres Taschenmesser und vier Cuttermesser. Kontrolliert wurde auch eine Friseurin, die ein Rasiermesser, das sie für die Arbeit braucht, offen am Gürtel trug.
Verstöße gegen das Messerverbot - Bußgelder drohen
Die Friseurin durfte das Messer behalten, musste es aber woanders verstauen. Allen anderen wurden die Messer und Klingen weggenommen. Laut Kirner Polizei war den meisten Kontrollierten nicht bewusst, dass es ein solches Messerverbot im ÖPNV gibt.
Allerdings schützt sie das nicht vor Strafe. Sie erwartet nun ein Bußgeld von mindestens 250 Euro. Sollte ein solcher Verstoß schon einmal vorgekommen sein, wird es teurer.