Es qualmt gewaltig auf einem Feld am westlichen Rand des Mainzer Stadtteils Lerchenberg. An mehreren Stellen haben sich Feuerwehrleute als Brandstifter betätigt - zu Übungszwecken. Sie haben Stroh angezündet.
Windböen sorgen dafür, dass sich die Flammen verbreiten. In welche Richtung ist unvorhersehbar für die Feuerwehrleute, weil der Wind dreht. Deshalb gibt es eine Person, die nur darauf achtet und Kolleginnen und Kollegen warnt, wenn es brenzlig wird.
Löschfahrzeuge oft nicht einsetzbar
Eine besondere Herausforderung beim Löschen von Flächenbränden: Löschzüge sind dabei nur bedingt einsetzbar. Zum einen ist es gefährlich, mit einem Wagen auf einen zum Teil brennenden Acker zu fahren.
Zum anderen kostest es enorm viel Zeit, mehrere hundert Meter Schläuche auszurollen. Zumal es oft zahlreiche Glutnester gleichzeitig gibt.
Handarbeit bei Feuerwehr Mainz
Deshalb setzt die Feuerwehr in solchen Fällen auf Handarbeit: Mit sogenannten Feuerpatschen können Flammen erstickt werden. Die Patschen bestehen aus einem feuerhemmenden Material, das an einem Stiel befestigt ist.
Das üben wir hier mit kleinen, kontrollierten Flächenbränden (...), um einfach alle unsere Einsatzkräfte darauf zu trainieren, was wir an Technik beschafft haben.
Andere Einsatzkräfte tragen Löschrucksäcke auf dem Rücken. In den Rucksäcken befindet sich Wasser, das gezielt auf Brandstellen gesprüht werden kann.
Auch Drohnen helfen bei den Löscharbeiten
Bei den Übungen in Mainz-Lerchenberg sind auch die Johanniter mit einer Einheit dabei. Die Hilfsorganisation nutzt eine Drohne, die mit Kameras und Wärmebildsensoren ausgestattet ist. Damit ist es möglich, genau festzustellen, wo sich potenzielle Glutnester befinden und wo nicht.
Übung wichtig für trockene Sommer
Insgesamt sechs mal übt die Feuerwehr Mainz im Stadtteil Lerchenberg die Bekämpfung von Flächenbränden. Und das ist auch notwendig: Bei zunehmend trockenen Sommern ist davon auszugehen, dass die Zahl der Einsätze zunehmen wird.
Perfekte Bedingungen Waldbrände: Feuerwehr Mainz übt für den Ernstfall
Waldbrände sind wegen anhaltenden Hitze auch relativ wahrscheinlich, deshalb trainiert die Mainzer Feuerwehr dafür. Wir haben mit dem Einsatzplaner Jonas Hahn gesprochen.