Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, steht jetzt fest, dass es vor dem Großbrand eine Explosion in dem Wohnhaus gegeben hat. Zunächst war unklar gewesen, ob erst das Haus in Flammen stand und das die Explosion ausgelöst hat, oder ob die Explosion Ursache für das Feuer war. Ein Brandgutachter soll nun klären, wie es dazu kam.
Das Haus, das nur aus Erd- und Dachgeschoss besteht, ist nach SWR-Informationen an einer Seite eingestürzt und laut Polizei nicht mehr bewohnbar. Die Feuerwehr muss es abtragen, um letzte Glutnester abzulöschen. Auch ein Nachbargebäude wurde laut Polizei beschädigt. Das Einfamilienhaus stand in einem Neubaugebiet mit dichter Bebauung.
Hausbewohner wurde schwer verletzt
Der Bewohner des Hauses wurde schwer verletzt. Ein Hubschrauber brachte den Mann in eine Spezialklinik. Es kam zu einer starken Rauchentwicklung. Die Menschen im betroffenen Gebiet sollten deswegen ihre Fenster und Türen schließen. Zeugen vor Ort hatten zuvor von mehreren Explosionen berichtet. Das Einsatzgebiet wurde weiträumig abgesperrt.
Anlieger von Knall und Druckwelle überrascht
Schock auch für die Anwohner, die von dem lauten Knall am Samstagmorgen überrascht worden sind. Das Feuer war gegen 7:30 Uhr gemeldet worden. "Meine Enkeltochter ist von der Druckwelle fast von der Couch gefallen", berichtete eine Anwohnerin dem SWR. Eine andere Nachbarin meinte, es habe sich für sie fast wie ein Erdbeben angefühlt. Es sei schon ein beklemmendes Gefühl gewesen, da es so nah gewesen sei, so ein weiterer Anwohner.
Ortsvorsteher: "Die Leute haben sehr viel Redebedarf"
Wie der Dammheimer Ortsvorsteher, Florian Maier (SPD), mitteilte, hat das Unglück die Menschen in dem 1000-Einwohner-Ort sehr beschäftigt. "Die Leute haben sehr viel Redebedarf", so Maier. Deshalb sei auch ein Informationsabend in dieser Woche geplant. Und es gebe auch ein Kriseninterventionsteam, das sich um Betroffene kümmert.
Und der Ortsvorsteher fügte an: "Ich bin beeindruckt, was Privatpersonen geleistet haben und wie sie sich um andere gekümmert haben. "Auch die Rettungskräfte hätten "perfekt zusammengearbeitet", so Florian Maier.