Die Einsatzkräfte der Feuerwehr waren am Sonntag noch bis in die Nacht hinein mit den Löscharbeiten beschäftigt. Den Angaben nach war das Feuer gegen 14.30 Uhr in einem Waldgebiet neben der A63 zwischen Kaiserslautern und Sembach ausgebrochen. Die Autobahn war für mehrere Stunden vollständig gesperrt. Inzwischen ist das betroffene Waldgebiet von rund zwei Hektar vollständig gelöscht. Die Einsatzkräfte hatten über Nacht noch kontrolliert, ob sich noch Glutnester bilden.
Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden
Bisher ist unklar, was das Feuer ausgelöst haben könnte. Die Polizei hat entsprechende Ermittlungen eingeleitet. "Es gibt eigentlich keine Selbstentzündung in unseren Breitengraden", sagt Ines Golditz vom Forstamt Otterberg. Sie ist Revierleiterin in dem betroffenen Waldgebiet. Selbstentzündung bedeutet, dass sich der Boden ab einer bestimmten Temperatur auch ohne äußeren Funken entzünden kann.
Was die Ursache war, darüber kann Golditz allerdings auch nur spekulieren. Das Feuer habe sich von einigen Jungbäumen nahe der Autobahn den Hang hinauf ausgebreitet. Zur Straße hin sei allerdings zu viel Abstand, als dass eine brennende Zigarette das Feuer hätte auslösen können.
Experten warnen Sommerliches Wetter lässt Waldbrandgefahr in Rheinland-Pfalz steigen
In Rheinland-Pfalz herrscht nach der Hitze und Trockenheit der vergangenen Tage mancherorts eine hohe Waldbrandgefahr. Die Behörden rufen dazu auf, im Freien besonders vorsichtig zu sein.
Trockenheit und Hitze haben Waldbrand begünstigt
Grundsätzlich habe sich das Feuer aber gut an dieser Stelle ausbreiten können, erklärt die Försterin. "Wir hatten hier mehrere lange Trocken- und Hitzeperioden und der Waldhang geht Richtung Süden. Hier herrschen im Durchschnitt wesentlich höhere Temperaturen als in anderen Gebieten."
Von dem betroffenen Waldstück sind nur noch verkohlte Überreste erkennbar. Nur vereinzelt stehen noch Bäume. "Die werden es nicht schaffen", erklärt Revierleiterin Ines Golditz. Trotzdem ist die Försterin optimistisch, dass sich der Wald wieder erholen wird: "Die Stellen werden schnell wieder besiedelt." Die Samen für neue Bäume kämen durch Vögel oder Wind auf die verbrannte Fläche.
Zeugenaufruf: Polizei sucht nach Hinweisen zum Waldbrand bei Kaiserslautern
Die Polizei sucht nun nach Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zu dem Brand am Sonntag geben können. Diese werden gebeten, sich beim Polizeipräsidium Westpfalz (Tel.: 0631 369-13312) zu melden.
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels haben wir die Größe der betroffenen Fläche mit 20 Hektar angegeben. Tatsächlich waren nach den Angaben des Landkreises rund zwei Hektar Wald betroffen. Wir haben die Angabe entsprechend korrigiert.