In den meisten Fällen bekommt der insolvente Verein Punkte in der Liga abgezogen oder muss im Worst Case sogar zwangsabsteigen. Diesem Schicksal entkam der 1. FC Kaiserslautern - Dank Corona und einer Sonderregelung der Deutschen Fußball Liga. Im Sommer 2020 ergriff die hochverschuldete Kapitalgesellschaft des FCK die Chance und meldete Insolvenz an.
Auf einen Schlag war ein Großteil der Schulden weg
Damals spielte der Verein noch in der dritten Liga und stand kurz vor dem Abstieg in die Regionalliga, was der sportliche "Super-GAU" gewesen wäre. Durch die Insolvenz wurde der FCK auf einen Schlag ein Großteil der 24 Millionen Euro Schulden los - ohne Konsequenzen. Damit war der Weg frei für die sogenannten regionalen Investoren, die danach rund elf Millionen Euro in den FCK pumpten.
Die sportlichen Folgen: Der FCK verpflichtete gute neue Spieler, stieg zwei Jahre später in die zweite Liga auf und spielt dort mittlerweile um den Aufstieg in die Bundesliga.