Rosenmontag wird 2025 von einer Amokfahrt in Mannheim überschattet: Ein Mann rast mit seinem Auto in die Fußgängerzone. Er tötet zwei Menschen und verletzt 14 weitere schwer. Dann wird er aufgehalten - von Afzal Muhammad. Mutig verfolgt dieser den Täter mit seinem Taxi, schneidet ihm den Weg ab. Die Polizei nimmt den Tatverdächtigen schnell fest.
Es handelt sich um einen 40-jährigen Deutschen aus Ludwigshafen. Alexander S. ist psychisch krank, habe den starken Drang zu dieser Tat gefühlt und wollte selbst dabei ums Leben kommen, heißt es vor Gericht. Wegen zweifachen Mordes und versuchten Mordes wird er zu einer lebenslangen Freiheitstrafe verurteilt und in einer Psychiatrie untergebracht.
Ex-Ministerpräsident Vogel stirbt mit 92 Jahren
2025 heißt es auch Abschied nehmen: Am 2. März stirbt Bernhard Vogel mit 92 Jahren. Im Dom von Speyer - seiner Wahlheimat - trauern Freunde und Weggefährten. Auch in Mainz gedenken die Menschen des großen CDU-Politikers. 1976 war Vogel auf Helmut Kohl als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz gefolgt. Als Kohl Vogel später bat, nach Thüringen zu gehen, wurde dieser auch dort Ministerpräsident. Bernhard Vogel war Brückenbauer zwischen Ost und West und Jung und Alt. Seine klare Haltung wird fehlen.
Auch Justizminister Mertin verstirbt
Ein Leben für die Politik - das war auch das von Justizminister Herbert Mertin (FDP). Mit 66 Jahren verstirbt der Liberale ganz überraschend. Er sei ein glücklicher Mensch, hatte Mertin einmal gesagt, denn er habe sein Hobby zum Beruf gemacht. In Chile geboren, in Koblenz als Anwalt tätig und dreimal in Rheinland-Pfalz als Justizminister gewirkt. Nie polemisch, nie populistisch - verlässlich, sachlich und mit einem besonderen Humor - so werden Herbert Mertin viele in Erinnerung behalten.
Dreifachmord in Weitefeld
Im April wird das beschauliche Weitefeld im Westerwald zum Schauplatz eines bundesweit beachteten Verbrechens. Ein Mann tötet eine ganze Familie - Vater, Mutter und den 16-Jährigen Sohn - mit Schüssen und Stichen. Als die Polizei anrückt, sieht sie den Täter noch flüchten. Teilweise sind es mehr als 1.000 Polizisten, die nach einem 61-Jährigen Mann aus dem Nachbarort suchen: Alexander Meisner.
Viele im Ort haben Angst, denn vom Täter gibt es lange keine Spur, trotz intensiver Suche. Auch die Fernsehfahndung bleibt erfolglos. Erst im August wird die Leiche des Täters gefunden. Rund 600 Meter vom Tatort entfernt. Die Polizei vermutet, dass sich Alexander Meisner in der Tatnacht erst verletzt und dann in einem 60 Zentimeter breiten Betonrohr versteckt habe. Dort sei er dann auch gestorben. Die Ermittlungen werden eingestellt, obwohl vieles rätselhaft ist.