Verstärkte Tempokontrollen auf den Straßen

Bilanz "Speedweek": Knapp 49.000 Temposünder in RLP geblitzt

In Rheinland-Pfalz sind bei den verstärkten Radarkontrollen in der vergangenen Woche 48.741 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt worden. Das hat Innenminister Michael Ebling (SPD) mitgeteilt.

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Stand

Allein am vergangenen Mittwoch - dem sogenannten Blitzermarathon - wurden 6.715 Verstöße gezählt. Die Kontrollen in der gesamten "Speedweek" erfolgten sowohl durch Polizisten (1.904 Verstöße, davon 602 im Rahmen des Blitzermarathons) als auch durch Messanlagen (46.837 Verstöße, davon 6.113 beim Marathon).

"Wichtiger Baustein für die Verkehrssicherheit"

Die Aktionswoche sei ein wichtiger Baustein für die Verkehrssicherheit und könne Leben retten, erklärte Innenminister Ebling. Nicht angepasste Geschwindigkeit bleibe eine der Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle, insbesondere auf Landstraßen. Dass es im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz mehr Verletzte und deutlich mehr Tote gegeben habe als im Vorjahr, sei ein deutliches Alarmsignal.

RLP

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Bei der europaweiten Kontrollaktion wurden neben zu schnellem Fahren auch Gurt- und Handyverstöße geahndet. Ziel der Kontrollwoche sei es nicht, möglichst viele Verstöße festzustellen, so der Innenminister, sondern Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer zu sensibilisieren - für die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit.

Fahrer teils deutlich zu schnell unterwegs

Die Polizei hatte bereits bekannt gegeben, welche Vergehen sie in der "Speedweek" festgestellt hatte. Im Dienstgebiet der Polizeidirektion Koblenz etwa wurde ein Autofahrer geblitzt, der 50 km/h zu schnell fuhr. In Worms lag ein Motorradfahrer 56 km/h über dem Tempolimit. Und auf der B41 bei Kirn war ein Autofahrer sogar 67 km/h schneller als erlaubt unterwegs. In Bingen ging den Kontrollkräften außerdem ein 35-jähriger Fahrer ohne Führerschein ins Netz, dem bereits 2013 die Fahrerlaubnis entzogen wurde. 

Die Radarfallen der Polizei wurden insbesondere an Strecken aufgestellt, die als Unfallschwerpunkte aufgefallen sind. Auch in der Nähe von Schulen, Kindergärten oder in Baustellen gab es zusätzliche Geschwindigkeitskontrollen.

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In Deutschland beteiligten sich bis auf das Saarland alle Bundesländer an der Aktion. Geblitzt wurde auch in anderen europäischen Ländern - zum Beispiel in Tschechien oder in Kroatien. Koordiniert wurden die europäischen Kontrollen vom europäischen Verkehrspolizei-Netzwerk Roadpool.

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Wer mit überhöhter Geschwindigkeit geblitzt wird, wird zur Kasse gebeten. In manchen Fällen gibt es auch einen Punkt in Flensburg und ein Fahrverbot für einige Monate. Hier ein Überblick:

Zehntausende Verstöße beim Blitzermarathon 2025

Im vergangenen Jahr wurden in der Speedweek 2025 mehrere zehntausende Verstöße landesweit festgestellt. In den entsprechenden Gebieten wurden insgesamt mehr als zwei Millionen Fahrzeuge kontrolliert. Allein im Bereich des Polizeipräsidiums Koblenz wurden mehr als 22.000 Verstöße festgestellt.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Mainz lag die Zahl der Geschwindigkeitsverstöße bei über 10.000. Eine der höchsten Geschwindigkeitsüberschreitungen sei bei einem Fahrer auf der Autobahn gemessen worden: Statt erlaubter 130 km/h sei der Mann mit 186 km/h unterwegs gewesen.

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