Nach dem Messerangriff an einer Schule in Albstadt-Ebingen am Dienstag sitzt der 15-jährige Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Das teilten die Staatsanwaltschaft Hechingen und das Polizeipräsidium Reutlingen in einer gemeinsamen Mitteilung mit. Der Jugendliche, ein ehemaliger Schüler der Schule, soll eine Lehrerin und einen elfjährigen Schüler mit einem Küchenmesser angegriffen haben.
Ermittler: Jugendlicher hat Messerangriff gestanden - Motiv unklar
Der 15-Jährige sitzt jetzt im Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft Hechingen und die Kriminalpolizei Balingen ermitteln gegen den Jugendlichen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und der zweifachen gefährlichen Körperverletzung.
Die Ermittler gehen davon aus, dass der Jugendliche "gezielt mit einem Messer in die Schule gegangen war, um anderen Personen Verletzungen zuzufügen". Der 15-Jährige habe dadurch den Tod des elfjährigen Schülers "zumindest billigend in Kauf genommen". Der Jugendliche hat die Tat laut den Ermittlern gestanden, die Ermittlungen zum Motiv der Tat gehen weiter.
Lehrer berichten: 15-Jähriger als Schüler nicht aufgefallen
Der Unterricht an der Schule fällt auch am Donnerstag noch aus. Für die Klassen 5 und 6 gibt es eine Notfallbetreuung. Am Freitag beginnt der Unterricht dann wieder - aber nur eingeschränkt.
Der 15-Jährige war bis zum vergangenen Schuljahr selbst Schüler an der Albstädter Schule. Er sei nicht aufgefallen, berichtet Albstadts Oberbürgermeister Roland Tralmer (CDU) aus Gesprächen mit Lehrkräften.
Das Wichtigste in den kommenden Tagen sei, dass die Schülerinnen und Schüler darüber sprechen, was sie am Dienstag erlebt haben, sagte Tralmer dem SWR. Dafür stellen die Stadt und die Schulbehörde psychologische Unterstützung bereit.