Nachdem Sängerin Nina Chuba Stuttgart die "lameste Crowd in Deutschland" genannt hatte, schlägt der Fall weitere Wellen. Nicht nur viele Fans und selbst BW-Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) haben darauf reagiert. Nun hat Thomas aus Remshalden (Rems-Murr-Kreis) extra einen Song geschrieben. Darin spricht er die Sängerin direkt an: "Mauldascha machet net müd, Nina".
Thomas kontert Maultaschen-Vorwurf
Damit reagiert der leidenschaftliche Hobby-Musiker auf ein Zitat, das im Gespräch zwischen Nina Chuba und ihrem Schlagzeuger Momme Hitzemann gefallen ist. Darin hatten die beiden sich gefragt, warum das Stuttgarter Konzert-Publikum aus ihrer Sicht bei Konzerten nicht richtig abgeht. Liege es am fehlenden Sauerstoff im Stuttgarter Talkessel - oder, so eine zweite Mutmaßung, würden den Schwaben die Maultaschen quer im Magen liegen.
Thomas, der sich mit Künstlername Thomas MasterT nennt, widerspricht in seinem auf Schwäbisch getexteten Song vehement: "Die Bscheißerle machet ons fit, danach macht jedr im Kessel wieder voll mit." "Herrgotts-Bscheißerle" werden im Schwäbischen Maultaschen genannt, weil in ihnen Fleisch versteckt und damit Gott getäuscht werden kann. An anderer Stelle kontert Thomas den Vorwurf, Stuttgart sei "lame": "Ond was hoißt do was mit 'Lame', Mir Schwoba verstehn besser als andre voll des 'Game'."
"KI kann keine guten Songtexte schreiben"
Thomas ist von Beruf Ingenieur. Seine Leidenschaft gehört der Musik. Von klassischem Rock/Pop über Schlager bis hinzu Rap/HipHop habe er schon Songtexte geschrieben. Beim Lesen von Nachrichten kämen ihm ständig Ideen für Songtexte - "wie auch dieser Song", erzählt er im Gespräch mit dem SWR. Den Text an Nina Chuba habe er 100 Prozent selbst geschrieben, 0 Prozent KI. "KI kann keine guten Songtexte schreiben", ist der Mittvierziger überzeugt.
Für die Vertonung hat er dann doch auf Künstliche Intelligenz gesetzt. "Ich habe die Beats und die Melodie voll im Kopf." Aber singen könne er leider nicht. Deswegen hat er eine Musik-Version von KI generieren lassen. Sein Wunsch: Professionelle Sängerinnen oder Sänger würden seine Musik aufgreifen und vertonen. "Weil ich der Meinung bin, dass ein echter Künstler mit Emotionen, meine Songtexte viel besser rüberbringen kann."
Angebot an Nina Chuba
In Richtung Nina Chuba meint er: "Ich hätte auch ein paar Songtexte, die zu Nina passen würden. Sie soll sich einfach melden." Übrigens: Er persönlich nimmt der Sängerin ihre Kommentare über Stuttgart nicht krumm. "Muss jeder Künstler selbst wissen, wie weit er geht mit den öffentlichen Kommentaren, aber provozieren gehört ja mittlerweile zum Marketing dazu."
Er selbst will nicht mit vollem Namen genannt werden. Auch ein Foto soll nicht in diesem Artikel erscheinen. Neben Musik und Arbeit stehe die Familie an erster Stelle, außerdem Freunde und der Tennisverein.
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Nachdem sie das Stuttgarter Publikum in ihrem Podcast "lahm" nannte, erklärt sich Sängerin Nina Chuba nun in ihrer Instagram-Story und betont, dass sie alle ihre Fans liebt.
Selbst Ministerpräsident Özdemir hatte reagiert
Nachdem Nina Chuba das Stuttgarter Publikum als "lameste Crowd" abgestempelt hatte, hagelte es Kritik. Sogar Ministerpräsident Cem Özdemir sagte auf Nachfrage: Er gehe seit Jahren auf Konzerte in der Landeshauptstadt. Erst am Vorabend habe er den Auftritt von Nick Cave bei den Jazz Open besucht. Der habe das Publikum sogar mehrfach für die tolle Stimmung gelobt. Beim VfB Stuttgart sowie beim Handball und beim Frauenvolleyball sei die Stimmung in Stuttgart immer wieder "krass".
Auch Nina Chuba hat unterdessen ihre Aussage relativiert: "Es waren 40 Grad, ihr konntet euch nicht so viel bewegen", sagte die Musikerin in einem Video auf Instagram. Sie liebe alle ihre Fans. "Auch die, die in Stuttgart wohnen und auch die, die sich nicht so viel bewegen und sich von innen freuen."
Thomas MasterT: "Ich geh auch nicht voll aus mir raus"
Und was sagt Song-Texter und Hobby-Musiker Thomas MasterT über das Stuttgarter Publikum? "Ich bin ja selbst in Stuttgart geboren und bin auch nicht der Typ, der voll aus sich rausgeht." Trotzdem sei er bei Konzerten "voll dabei".