Die Treibhausgas-Emissionen in Baden-Württemberg betragen nach ersten Schätzungen des Statistischen Landesamtes im Jahr 2025 rund 64 Millionen Tonnen. Gegenüber dem Vorjahr sei der CO2-Ausstoß damit um 2,7 Millionen Tonnen beziehungsweise 4,4 Prozent gestiegen. Damit setze sich der seit drei Jahren rückläufige Trend nicht fort, teilte das Landesamt am Mittwoch mit.
Klimaziele: Reduktion des Treibhausgas-Ausstoßes nötig
Aktuell würden die Treibhausgas-Emissionen rund 27,4 Millionen Tonnen unter dem Bezugswert des Referenzjahres 1990 liegen, so das Statistische Landesamt. Damit die Klimaziele des Landes bis zum Jahr 2030 erreicht werden, sei eine weitere Reduktion des Treibhausgas-Ausstoßes in Höhe von 32 Millionen Tonnen CO2 erforderlich.
Emissionen der Energiewirtschaft angestiegen
Haupttreiber des gesamten Emissionsanstiegs war laut der Mitteilung des Statistischen Landesamtes die Energiewirtschaft. 2025 sind dort gegenüber dem Vorjahr 22 Prozent mehr CO2 ausgestoßen worden. Dies liegt laut Klimabilanz vor allem am verstärkten Einsatz von Steinkohle in der Stromerzeugung. Auch der Treibhausgasausstoß des Gebäudesektors sei gestiegen. Die Emissionen in der Industrie, der Landwirtschaft und dem Verkehrssektor seien hingegen zurückgegangen.
Umweltministerium: Treibhausgase müssen effektiver reduziert werden
"Dass sich der Positivtrend beim Emissionsrückgang 2025 nicht fortgesetzt hat, zeigt eindringlich, dass wir noch mehr machen müssen, um Treibhausgase effektiver zu reduzieren", so das baden-württembergische Umweltministerium. In manchen Bereichen gebe es aber auch positive Signale. So seien etwa mehr E-Autos auf den Straßen unterwegs und mehr Wärmepumpen würden als klimafreundliche Heizmethode eingesetzt werden.
Dass sich der Positivtrend beim Emissionsrückgang 2025 nicht fortgesetzt hat, zeigt eindringlich, dass wir noch mehr machen müssen, um Treibhausgase effektiver zu reduzieren.
Umweltministerium will Ausbau von erneuerbaren Energien weiter vorantreiben
"Im Sektor Energiewirtschaft zeigt sich, wie wichtig es ist, dass wir den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter energisch vorantreiben", so das Umweltministerium. Noch spiele Steinkohle in Baden-Württemberg eine Rolle, wenn in kalten Wintern viel Strom benötigt werde und dieser nicht günstiger im Ausland zu bekommen sei. Der Strukturwandel werde jedoch mit dem Kohleausstieg vorangetrieben. Gleichzeitig würden erneuerbare Energien zunehmen. Dem Ministerium zufolge würden außerdem Gaskraftwerke in den nächsten Jahren auf Wasserstoff umgestellt. Damit müsse man nicht mehr auf die stark klimaschädliche Kohleverstromung zurückgreifen.
Für 2026 zeichne sich indes eine bessere Klima-Entwicklung ab: "Der Einsatz von Kohle ist zuletzt um 10 Prozent gesunken, die Bereiche Solar und Windkraft haben deutlich zugelegt", so das Umweltministerium.