Nach einem Ausweichmanöver auf der L1116 bei Beilstein (Kreis Heilbronn) ist am Wochenende ein Wohnmobil rund 15 Meter in die Tiefe gestürzt. Die Polizei sucht nun einen Motorradfahrer, der den Unfall verursacht haben soll. Demnach soll er die Kurve geschnitten haben. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, wich der Fahrer des Wohnmobils aus und kam deshalb von der Straße ab.
Wohnmobil stürzt Abhang hinunter: Fahrer befreit sich
Der Unfall ereignete sich am späten Samstagnachmittag gegen 17 Uhr. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei prallte das Wohnmobil bei dem Sturz gegen zwei Bäume und kam nach etwa 15 Metern zum Stillstand. Der mutmaßliche Verursacher soll nach Angaben der Polizei mit seinem Motorrad weitergefahren sein. "Der Motorradfahrer ist flüchtig", sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen. Die Ermittlungen zu dem Unfall dauern an.
Trotz des schweren Unfalls konnte der Fahrer das verunglückte Wohnmobil nach Angaben der Polizei selbstständig verlassen. Er blieb unverletzt.
Nach Unfall in Beilstein - Feuerwehr überprüft Gastank
Da das Wohnmobil in unwegsamem Gelände unterhalb der Straße lag, stellte sich die Bergung für die Einsatzkräfte als Herausforderung dar. Laut Feuerwehr mussten sie sich mithilfe einer Steckleiter und entsprechender Absturzsicherung Zugang zu dem Fahrzeug verschaffen.
An der Unfallstelle kontrollierten die Einsatzkräfte das Wohnmobil zunächst auf auslaufende Betriebsstoffe. Anschließend wurde das Fahrzeug stromlos geschaltet. Da das Wohnmobil mit Gasanlage ausgestattet war, überprüfte die Feuerwehr auch den verbauten Gastank.
Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen blieb die L1116 im Bereich der Unfallstelle mehrere Stunden voll gesperrt.