Beamter des Polizeipräsidiums Heilbronn

Polizist soll bei Verkehrskontrollen fast 250.000 Euro veruntreut haben

Ein Polizist des Polizeipräsidiums Heilbronn soll Geld aus Verkehrskontrollen nicht an den Staat weitergeleitet haben. Die Staatsanwaltschaft geht von über 150 Fällen aus.

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Stand

Von Autor/in Rosi Düll

Die Staatsanwaltschaft Mosbach (Neckar-Odenwald-Kreis) hat Anklage gegen einen Beamten des Heilbronner Polizeipräsidiums erhoben. Nach SWR-Recherchen war der 60-Jährige bei der Verkehrswacht Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis) tätig. Er soll ab spätestens Ende Oktober 2021 im Rahmen von Verkehrskontrollen Bargeld eingenommen und für eigene Zwecke genutzt haben. Die Staatsanwaltschaft geht von 153 Fällen aus.

In einem Fall soll er einem Geschädigten sogar die Festnahme in Aussicht gestellt haben, falls dieser keine Sicherheitsleistung zahle, so die Staatsanwaltschaft gegenüber dem SWR. Auf die Spur kam man dem Mann, weil es Unstimmigkeiten bei einem von ihm bearbeiteten Vorgang gab.

Untreue, Nötigung und Urkundenfälschung

Die Vorwürfe lauten: Untreue, Nötigung und Urkundenfälschung. Den Schaden für den Staat beziffert die Staatsanwaltschaft auf 246.415 Euro. Nun muss das Landgericht Mosbach über die Zulassung der Anklage entscheiden.

Das Polizeipräsidium Heilbronn hat zudem ein Disziplinarverfahren gegen den Mann eingeleitet. Er befinde sich nicht im Dienst, heißt es.

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