Im vergangenen Herbst hat sie Stefan Raab besiegt, nun hat sie auch noch die Herzen der Narren erobert: Die ehemalige Boxweltmeisterin Regina Halmich ist am Mittwochabend im Europa-Park in Rust mit der Goldenen Narrenschelle ausgezeichnet worden.
Zwölf Jahre lang, von 1995 bis 2007, war Regina Halmich ungeschlagene Weltmeisterin. Sie hat Preise, Titel und Auszeichnungen gesammelt wie Sand am Meer. Doch eine besondere Ehrung hat die Pionierin des Frauenboxsports bisher noch nicht in ihren Händen gehalten: die Goldene Narrenschelle. Hinter diesem Narrenpreis steht die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN), die fast 70 Narrenzünfte vereint.
Halmich ist erst die dritte Frau, die die Narrenschelle bekommt
Fürs Durchboxen und Austeilen: Die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) ehrt Halmichs Durchsetzungsvermögen im Duell mit TV-Moderator Stefan Raab. Obwohl Halmich ihre Karriere vor über 17 Jahren beendet hatte, trat sie im vergangenen September erneut in den Ring und besiegte Raab - zum dritten Mal. Wohl keine andere deutsche Sportikone habe im vergangenen Jahr wie sie bewiesen, dass sie vom närrischen Schlag sei, teilte die Organisation in Bad Dürrheim (Schwarzwald-Baar-Kreis) mit.
Ihr TV-Duell mit dem Entertainer sei die "Narrheit des Jahres" 2024 gewesen. Halmich ist laut dem Verband die dritte Frau, die den Narrenpreis bekommt. Bisherige Preisträger sind unter anderem Show-Legende Thomas Gottschalk und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Die Narrenschelle ist eine vergoldete Handglocke. Die Auszeichnung ist undotiert.
Auszeichnung von altehrwürdiger Narrenvereinigung
Die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) ist 1924 gegründet worden. Sie gehört zu den ältesten Narrenvereinigungen Deutschlands. In ihr sind 68 Narrenzünfte aus den Regierungsbezirken Freiburg, Tübingen und Stuttgart, dem bayerischen Regierungsbezirk Schwaben und fünf Kantonen in der Schweiz zusammengeschlossen.