Nach einem Vorfall am Bahnhof Rheinfelden (Kreis Lörrach) ermittelt die Bundespolizei wegen eines mutmaßlichen Angriffs auf einen Lokführer. Ein bislang unbekannter Mann soll den Mitarbeiter der Deutschen Bahn (DB) geschlagen, gewürgt und geschubst haben.
Mann soll Lokführer nach Durchsage angegriffen haben
Nach Angaben der Bundespolizei war der Mann in Wyhlen in die Regionalbahn RB 30 gestiegen und soll unterwegs mehrfach das Schließen der Türen verhindert haben. Als der Zug am Bahnhof Rheinfelden (Baden) eintraf, informierte der Lokführer die Fahrgäste über die entstandene Verspätung. Als Grund nannte der Lokführer die Türblockade.
Darüber soll sich der Unbekannte geärgert haben. Nachdem er zunächst ausgestiegen war, soll er erneut den Zug betreten haben, um den Lokführer zur Rede zu stellen. Als dieser ihn aus dem Zug drängen wollte, sei es zu dem Angriff gekommen. Der Mann habe dem Lokführer ins Gesicht geschlagen, ihn gewürgt und über den Bahnsteig gestoßen. Anschließend sei er geflüchtet.
Gewerkschaft fordert mehr Sicherheit für Zugpersonal
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert bessere Schutzmaßnahmen für Beschäftigte. Der stellvertretende EVG-Vorsitzende Kristian Loroch erklärte, gewalttätige Angriffe auf Bahnmitarbeitende gehörten inzwischen zum Alltag. Politik und Bahnunternehmen müssten deshalb dringend handeln. Als wichtigste Maßnahme nennt die Gewerkschaft mehr Personal, damit Beschäftigte nicht allein auf Zügen im Einsatz seien.