Am Mittwochabend, dem 30. Juli, verließen zwei Männer eine leerstehende Gaststätte. Kurz danach brach dort laut Ermittlern ein Feuer aus. Ganz in der Nähe steht eine besondere Touristenattraktion: die größte Kuckucksuhr der Welt. Ende letzter Woche nahm die Polizei zwei Verdächtige im Alter von 19 und 26 Jahren vorläufig fest. Mittlerweile sind beide wieder auf freiem Fuß.
Mutmaßliche Brandstifer aus Tititsee-Neustadt
Polizei und Staatsanwaltschaft teilten am Mittwoch mit, dass es Hinweise auf Brandstiftung gibt. Nach bisherigen Ermittlungen hatten sich die beiden Tatverdächtigen Zugang zu dem leerstehenden Gasthaus im Schonacher Ortsteil Schonachbach bei Triberg (Schwarzwald-Baar-Kreis) verschafft. Kurz nachdem sie das Gebäude verlassen hatten, meldete ein Nachbar den brennenden Dachstuhl. Die Feuerwehr konnte noch am Abend den Brand löschen.
Kein Schaden an weltgrößter Kuckucksuhr
Die Polizei betonte, dass die berühmte Kuckucksuhr zu keinem Zeitpunkt in Gefahr war. Die Uhr ist nach Angaben der Stadt Triberg die weltgrößte Kuckucksuhr - mit einem Raddurchmesser von 2,6 Metern, einem Gewicht von sechs Tonnen und einer Pendellänge von acht Metern. Sie kann sowohl von innen als auch von außen besichtigt werden. Den Schaden am Gebäude hatte die Polizei auf rund 200.000 Euro geschätzt.
Bei Durchsuchungen der Wohnungen der beiden mutmaßlichen Brandstifter in Titisee-Neustadt (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) stellte die Polizei mehrere Beweismittel sowie eine Machete und ein Kampfmesser sicher. Warum die Männer den Brand gelegt haben sollen, blieb zunächst offen. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.