Zugbegleiter-Prozess: Haftstrafen von unter 10 Jahren bis lebenslang gefordert

Die geforderten Strafen reichen von einer Haftstrafe unter 10 Jahren bis lebenslang. Wer bekommt Recht, wenn das Urteil fällt?

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Stand

Der Zugbegleiter Serkan Çalar wurde im Februar in einem Regionalzug bei Landstuhl im Kreis Kaiserslautern so heftig geschlagen, dass er zwei Tage später an seinen Verletzungen starb. Auslöser war die Kontrolle eines 26-jährigen Passagiers ohne Ticket, den Çalar deshalb aufforderte, auszusteigen.

Zugbegleiter-Prozess: Körperverletzung oder sogar Mord?


Am Landgericht Zweibrücken sind heute die Plädoyers im Prozess um Çalars Tod gehalten worden: Die Staatsanwaltschaft fordert 12 Jahre Gefängnis, sie geht von Körperverletzung mit Todesfolge aus. Die Nebenklage wertet die Tat als Mord aus niedrigen Beweggründen und fordert lebenslange Haft. Die Verteidigung des Angeklagten spricht von Körperverletzung mit Todesfolge in einem minderschweren Fall und fordert eine Freiheitsstrafe von maximal 10 Jahren.


Zweibrücken

Urteilsverkündung nach sieben Prozesstagen Zugbegleiter: Prozess endet mit zehn Jahren Haft ++ Familie will vor Bundesgerichtshof ziehen ++ Mahnmal für Serkan Çalar

Der Zugbegleiter Serkan Çalar wird im Februar in einem Zug bei Landstuhl lebensgefährlich verletzt und stirbt zwei Tage später. Alle Infos zu dem Fall und dem Prozess hier im Blog.

SWR4 am Morgen SWR4

Wie die jeweiligen Seiten ihre Wertung der Tat begründen, erklärt SWR-Reporter Andreas Kahlmeyer im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Gerhard Leitner.