Insgesamt mussten etwa 650 Menschen in Sicherheit gebracht und versorgt werden. "Wir gehen gemeinsam mit dem Ordnungsamt und der Polizei von Tür zu Tür und schauen, wer welchen Betreuungsbedarf hat - also, wer in eine Betreuungsstelle muss und wer sich selbst unterbringen kann", schildert Philipp Köhler vom Deutschen Roten Kreuz im Kreis Bad Kreuznach den Ablauf einer solchen Großevakuierung. Viele Menschen reagierten verständnisvoll: "Natürlich muss man dem ein oder anderen die Situation erklären, letztendlich hat es aber gut funktioniert", sagt der DRK-Sprecher in SWR Aktuell.
Das war der Liveblog zum Großbrand im Kreis Bad Kreuznach Waldbrand am Rotenfels - letzte Löscharbeiten
Der Waldbrand im Kreis Bad Kreuznach ist unter Kontrolle. Die Menschen in Traisen sind zurück. Die ersten Feuerwehren sind abgerückt - wir beenden damit den Blog.
Die Hitze sei auch für die Einsatzkräfte ein "großes Problem", vor allem für die Feuerwehrleute, für die das Rote Kreuz die Verpflegung stellt.
Man rechnet bei einer solchen Waldbrandsituation mit einem Flüssigkeitsbedarf von ungefähr eineinhalb bis zwei Litern pro Einsatzkraft und pro Stunde.
Deshalb habe das DRK in den vergangenen drei Tagen mehrere hundert Liter Mineralwasser eingekauft. "Die Läden hatten auch nachts geöffnet, so dass wir mit der Verpflegungsgruppe einkaufen konnten," so Köhler. "Die Verpflegung der Feuerwehr ist ein zentraler Punkt, den das DRK logistisch an den verschiedenen Stellen realisiert."
Ein wichtiger Punkt bei solchen Einsatzlagen ist die Kommunikation. Das Feuer bedrohte auch einen zentralen Funkmast, der sich in dem Waldstück befindet. Wie die Einsatzkräfte die Kommunikation im Notfall sichern, das wollte SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich von DRK-Sprecher Philipp Köhler wissen.
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