IHK Stuttgart: Unberechtigte US-Zölle jetzt erstatten lassen

US-Präsident Donald Trump wollte mit Zöllen andere Länder unter Druck setzen. Das hat ein Gericht gestoppt. Nun kommen die Rückzahlungen.

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Stand

Die zu Unrecht erhobenen Zölle auf Importe in die Vereinigten Staaten können Unternehmen ab heute zurückfordern. Es geht um mindestens 175 Milliarden Dollar. Trotz der Spannungen in der Handelspolitik rechnet Claus Paal, Präsident der Industrie- und Handelskammer für die Region Stuttgart, nicht mit einem Wegbrechen der US-Geschäfte. Die Firmen sollten nun unbedingt klären, ob und wie viel Geld sie zurückbekommen können, hat er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich gesagt. Er rechnet aber nicht damit, dass diese Probleme für einen Rückzug vom US-Markt sorgen: "Die Vereinigten Staaten sind immer noch unser Handelspartner Nummer eins. Wir sind mit 30 Milliarden Euro hier aus dem Südwesten ganz, ganz groß abhängig von den Vereinigten Staaten", sagt der IHK-Präsident.

Deshalb glaube ich nicht, dass eine Firma sich einfach mal so leisten kann, mit den Amerikanern keine Geschäfte mehr zu machen.

Daran ändere auch die Politik Trumps nichts. Dass es allerdings nicht reibungslos laufe, lasse sich unter anderem daran ablesen, dass dieser Bereich nicht wachse, sondern das Volumen mehrfach zurückgegangen ist.

Importeure haben Zölle gezahlt und können sie erstatten lassen.

Die US-Regierung startet heute ein Online-Tool, mit dem betroffene Importeure beantragen können, die zu Unrecht bezahlten Zölle zurückzubekommen. Mehr als 330.000 Firmen, die ausländische Waren ins Land bringen, mussten jene Zölle zahlen, die US-Präsident Trump vor einem Jahr eingeführt hatte und die der oberste Gerichtshof im Februar wieder kippte. Die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde ist für die Rückerstattung zuständig. In den vergangenen Wochen haben bereits knapp 60.000 Importeure die erforderlichen Daten eingegeben. Von heute an können diese hochgeladen werden. Die US-Regierung hat eine zügige Prüfung und schnelle Rückerstattung versprochen. Es wird jedoch befürchtet, dass das Online-System dem zu erwartenden Ansturm nicht gewachsen ist.

Neckarsulm

Reaktion auf Zölle Audi stoppt Exporte in die USA: Mitarbeiter sind trotzdem zuversichtlich

Audi hat alle Exporte in die USA gestoppt. Wie stark die Modelle aus Neckarsulm betroffen sind, ist unklar. Das Ganze ist eine Reaktion auf Autozölle in den USA.

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Bürgerinnen und Bürger gehen leer aus

Anders als die Importeure werden die Bürger in den Vereinigten Staaten wahrscheinlich leer ausgehen. Zwar forderten mehrere demokratische Gouverneure, Trump müsse jeden US-Haushalt für die zu Unrecht gezahlten Zölle mit einem Pauschalbetrag entschädigen, dies aber lehnt die US-Regierung ab. Mehrere Studien haben mittlerweile gezeigt, dass der Löwenanteil der Zölle von Importeuren und den US-Bürgern bezahlt wird.