Rettung in Sicht für die FDP: Kubicki kommt
Wolfgang Kubicki greift nach der Macht. Jetzt noch nicht, für ganz Deutschland, das regiert der "Eierarsch". Kein schöner Ausdruck? So nennt Wolfgang Kubicki Bundeskanzler Friedrich Merz. Der Jurist Kubicki meint aber nur den CDU-Vorsitzenden Merz. Das macht es natürlich viel besser. Also… Wolfgang Kubicki will vorerst mal die Macht in der FDP. Das ist die Partei, die vergangenes Jahr aus dem Bundestag geflogen ist, so zur Erinnerung. 4,3 Prozent. Kein Wunder. Als ob irgendein Vorsitzender der jüngeren Zeit irgendetwas getaugt hätte. Gerhardt, Westerwelle, Rösler, Lindner, Dürr – Dilettanten allesamt, findet Kubicki. Haben sie der FDP dauerhaft zu Ruhm und Ehre verholfen? Nein! Zahm, lahm, nachgerade unsichtbar und unhörbar war die FDP, findet Kubicki. Fand Kubicki schon immer, unter jedem Vorsitzenden. Komisch, ich hab die FDP ganz anders in Erinnerung. Wir haben unterschiedliche Erinnerungen, Herr Kubicki und ich. Ich erinnere mich auch, dass er seine politische Karriere beenden wollte, sollte seine Partei den Einzug in den Bundestag verpassen. Er offensichtlich nicht. Aber ist ja auch schon ein Jahr her alles, diese Schmach mit der Wahl. Herr Lindner ging, Herr Dürr kam, niemand dachte an Kubicki. Mal wieder nicht. Hat ihn vielleicht jetzt jemand gefragt, ob er die Partei führen würde, bitte? Niemand in der ganzen großen FDP, wobei groß… naja… 70 000 Mitglieder, ungefähr einmal Lüdenscheid. Kubicki selbst hat sich unaufgefordert, selbstlos dazu entschlossen, Bundesvorsitzender zu werden. Weil: Er kann das. Ob Bundespräsident oder DAX-Ceo - Kubicki kann alles. Sagt Kubicki. Und weil: Der Henning Höne, der eigentlich Chef werden wollte, dem traut Kubucki das einfach nicht zu. Und einer muss die FDP ja retten. Muss? Och… Obwohl: Eine demokratische Partei mehr kann in diesen Zeiten nicht schaden. Und Kubicki hat prophezeit: Er holt die FDP aus dem Tief, wenigstens aus dem Umfragetief. Da haben die mindestens 100 Umfrageinstitute in Deutschland aber gerödelt! Schleunigst haben sie ganz viele Bundesbürger angerufen und nachgefragt, was die Mehrheit so denkt, von Kubicki und der FDP und es kam heraus: Sie findet die FDP nicht so wichtig, die Mehrheit. Ist es zu glauben! Höchste Zeit, dass Wolfgang Kubicki das ändert. Die FDP-Konkurrentin Marie-Agnes Strack-Zimmermann sorgt sich ja, dass er die FDP nach rechts rücken könnte. Wegen der Brandmauer zur AfD. Die findet jetzt wieder Kubicki nicht so wichtig, die Brandmauer. Anstand und Stil auch nicht, bemängelt die CDU, wegen des "Eierarschs". Meine Güte, hab dich nicht so, CDU, so isser halt, unser Kubicki: Geradeaus, direkt, ehrlich. Ein Politiker, wie ihn sich das Volk wünscht. Meint Kubicki. Man wird doch wohl noch sagen dürfen, wenn ein Kollege eine "Dumpfbacke" ist, oder ein "Spacken" oder einfach nur "krank". Man wird doch wohl noch sagen dürfen, dass Sozialarbeiter überflüssig sind. Oder waren es Politologen? Ach egal, beide, muss man nicht so genau nehmen. Und man wird doch wohl noch eine Parteifreundin "anbaggern" dürfen, denn Kubicki sieht ja auch noch sehr gut aus, glaubt Kubucki. Ich finde auch: Toller Kerl! Genau der Richtige für die FDP. Herzlichen Glückwunsch!