Für mich ist es groß, es kommt mir ins Herz direkt rein.
Die Einladung, Steinmeier nach Frankreich zu begleiten, bedeutet Peterfalvi "extrem viel". Als in Paris geborener Franzose mit einer Großmutter, die Auschwitz überlebt hat, ist er nach Deutschland gekommen. "Ich wollte nur 16 Monate bleiben und bin nun seit 35 Jahren in Deutschland". Dass er inzwischen Deutscher ist und der Bundespräsident ihn zum Staatsbesuch einlädt, beschreibt er als etwas, das ihn direkt ins Herz trifft.
Bundespräsident Steinmeier in Paris Abschiedsbesuch in stürmischen Zeiten
Die Amtszeit von Bundespräsident Steinmeier endet bald, die von Frankreichs Staatspräsident Macron auch. Beide verstehen sich. Auf Regierungsebene gibt es aber schon seit einiger …
Ich rede mit Jugendlichen über Demokratie und Freiheit.
Peterfalvi reist nicht nur als Kabarettist mit – auch wenn "die orangefarbene Trainingsjacke im Gepäck" ist –, sondern auch als Stiftungsgründer. Vormittags geht er in Schulen und spricht mit Jugendlichen über "Demokratie, Freiheit, Dinge, die wir geerbt haben und lieben müssen", weil sie "nicht selbstverständlich und inzwischen bedroht“ sind. Mit seiner Grand-Mère-Stiftung (Grand-Mère = Großmutter) wirbt er in Paris und Bordeaux für Austausch, "gerade weil die Situation in Frankreich auch nicht blendend ist".
Dass deutsch-französische Freundschaft „langweilig“ ist, ist eine super Nachricht.
Zur deutsch-französischen Freundschaft sagt "Alfons", Schüler fingen an zu gähnen, wenn er das Thema anschneidet – "und genau das ist eine super gute Nachricht". Dass es "langweilig" geworden ist, von Freundschaft zu sprechen, zeige, wie weit beide Länder gekommen sind: "Wir waren Erzfeinde, wir haben uns gehasst. Heute ist klar, dass wir nie wieder einen Krieg gegeneinander machen werden". Das sei ein "enormer Sieg" und ein Vorbild für andere Länder.
Lasst euch bitte nicht anstecken von Pessimismus.
Mit Blick auf Deutschland kritisiert Peterfalvi das ständige "Meckern gegen uns selbst": "Ihr seid Weltmeister da drin, in Deutschland ist alles scheiße." Er betont, "es läuft so viel Tolles, es gibt so viele tolle Menschen" und Initiativen. Sein Appell: "Freut euch bitte auf so viel Tolles in Deutschland und strengt euch an", statt in Frustration zu verfallen – einige Dinge seien zwar "scheiße", aber insgesamt: "Wir sind wirklich toll."
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Fast 1.000 Leichen wurden von 1933 bis 1945 in die Heidelberger Anatomie eingeliefert. Ein Projekt hat ihre Namen erfasst und mittlerweile 84 Lebensgeschichten recherchiert.