Info-Date am Morgen: Deutschlandticket wird wohl teurer ++ Schwarz-Rot ringt um geplante Pflegereform

Der Preis für das Deutschlandticket wird 2027 wahrscheinlich steigen. Darüber berichtet SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler im Info-Date am Morgen. Ein weiteres Thema ist die geplante Pflegereform. Ob das Bundeskabinett sich am Mittwoch mit dem Gesetzentwurf dazu beschäftigt, ist unklar.

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Von Autor/in Bernhard Seiler

Zurzeit kostet das Deutschlandticket 63 Euro im Monat. Die Rheinische Post berichtet, dass der Preis 2027 auf 67 Euro steigen könnte. Im Gespräch seien auch 66,90 Euro. Der Koordinierungsrat, dem Vertreter von Bund, Ländern, kommunalen Spitzenverbänden und der Verkehrsbranche angehören, will am Mittwoch den neuen Preis festlegen. Der wird erstmals über einen Kostenindex bestimmt, auf den sich die Verkehrsminister der Länder geeinigt haben.

Der Ehrenvorsitzende des Fahrgastverbandes Pro Bahn, Detlef Neuß, sagte der Zeitung: "Es reicht jetzt erst mal." Einen weiteren Anstieg nehme der Verband "zähneknirschend" hin. Angesichts des Tankrabatts für Autofahrer sei stattdessen nötig, "dass es auch einen Rabatt für Nutzer des Deutschlandtickets gibt". Zurzeit haben rund 14,5 Millionen Menschen das Deutschlandticket, mit dem man den öffentlichen Regional- und Nahverkehr bundesweit nutzen kann. Für die Verkehrsverbünde ist es ein dickes Verlustgeschäft. Deshalb finanzieren Bund und Länder das Ticket mit je 1,5 Milliarden Euro pro Jahr.

Bundesregierung weiter uneins bei Pflegereform

Union und SPD ringen kurz vor der Kabinettssitzung weiter über die Pflegereform. Es blieb zunächst unklar, ob der Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) wie geplant am Mittwoch im Bundeskabinett beraten werden kann. Die Sozialdemokraten lehnen "ein reines Kürzungspaket" ab. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) bekräftigte: "Das darf jetzt nicht ein reines Einsparpaket sein, sondern wir brauchen auch strukturelle Veränderungen."

Unterschiedliche Interessen in der schwarz-roten Koalition hinsichtlich der Kosten für die Pflegeheimbewohner erschweren die Kompromisssuche. Die SPD brachte den Vorschlag eines Pflegedeckels in die Verhandlungen ein. Sie will auf die vielfach kritisierten, immer weiter steigenden Eigenanteile bei den Kosten fürs Heim reagieren. Der Entwurf für die geplante Reform sieht das Gegenteil vor. Er umfasst spürbare Einschnitte bei den Zuschüssen, die die Betroffenen für diese Kosten heute erhalten.

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