Gestorben ist Janis Joplin Ende 1970 an einer Überdosis Heroin, nur wenige Stunden nachdem sie noch im Tonstudio gestanden hat. Mit ihrem frühen Tod gehört Janis Joplin auch zum traurigen "Club 27", in dem viele Rock- und Popstars durch ihr frühes Ableben sind.
Neben Janis Joplin gehören zum Beispiel auch Jimi Hendrix, Kurt Cobain, Amy Winehouse, Jim Morrison oder auch Brian Jones in den "Club 27".
Auf "Pearl" hören wir Janis Joplin mit ihrer Full Tilt Boogie Band
Aufgenommen hatte Janis Joplin das Album mit "ihrer" neuen Band, der Full Tilt Boogie Band, die sich für sie auch nach der Band angefühlt hat, die fest zu ihr dazugehören sollte. Vorher hatte Janis Joplin schon mit anderen Bands zusammengespielt, aber die Full Tilt Boogie Band war auf dem Weg, ihre feste Band zu werden.
Und dass das Zusammenspiel zwischen Janis Joplin und der Band gut funktioniert, das hört man auch, sagt Musikredakteur Benjamin Brendebach.
Da passt einfach alles, finde ich!
Bei "Pearl" offenbart Janis Joplin ihre musikalischen Vorbilder
Im Opener des Albums "Move Over" erkennen wir die musikalischen Vorbilder von Janis Joplin. Das merken wir vor allem auch textlich, erklärt Benjamin Brendebach. Die Bluessängerin Bessie Smith, die in den 1920er-Jahren erfolgreich gewesen ist, hat sich damals schon genommen, was sie wollte, und hat sich in der männerdominierten Blueswelt durchgesetzt. Eine Einstellung, die auch zu Janis Joplin und zum Songtext von "Move Over" passt.
Was die Bühnenshows und den Gesang angeht, da hat sich Janis Joplin immer sehr stark an Otis Redding orientiert, auch was die Art und Weise der Bewegung bei Konzerten angeht, da hat "sie ihn fast kopiert", sagt Benjamin Brendebach.
Auf "Pearl" singt Janis Joplin die Songs verschiedener Songwriter
Die Songs, die Janis Joplin auf ihrem Album "Pearl" singt, hat sie größtenteils nicht selbst geschrieben – genauer gesagt ist nur der Song "Move Over" von ihr geschrieben worden. Aber dennoch macht sie mit ihrer Art zu singen die Songs zu ihren eigenen, findet auch Musikredakteurin Katharina Heinius.
Sie macht jeden Song zu ihrem eigenen Song!
Die Songwriter, mit denen sie für "Pearl" zusammengearbeitet hat, waren überzeugt von Janis Joplin, erklärt Katharina Heinius. Das ist alleine schon daran zu erkennen, dass sie ihr die Songs überhaupt angeboten haben.
Mit "Mercedes Benz" ist auf "Pearl" die letzte Aufnahme von Janis Joplin
Ein Song auf "Pearl" sticht besonders heraus, auch wegen seiner traurigen Geschichte: "Mercedes Benz". Auf dem Album hören wir beim Song Nebengeräusche und sonst nur die Stimme von Janis Joplin, die alleine im Studio den Song einsingt. Es ist die letzte Aufnahme vor dem Tod von Janis Joplin.
Sie hat es einfach immer geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen!
Geplant war, dass die Band zum Gesang von Janis Joplin spielt, nach dem Tod der Sängerin hatte die Full Tilt Boogie Band beschlossen, dass diese letzte Aufnahme so roh und unbehandelt bleiben soll – 100 % Janis Joplin.
Warum heißt das Album von Janis Joplin "Pearl"?
Insgesamt sind zehn Songs auf dem Album von Janis Joplin, darunter auch einige ihrer größten Hits. Es gibt Blues-Momente, Folk-Momente und noch ganz viel mehr. Aber eine Frage bleibt: Es gibt keinen Song auf dem Album mit dem Titel "Pearl". Warum also trägt das Album diesen Titel – das erfahrt ihr im Podcast!
Über diese Songs vom Album "Pearl" sprechen wir im Podcast
- (04:01) – "Move Over"
- (08:33) – "Can’t Turn You Loose"
- (11:43) – "Cry Baby"
- (17:19) – "A Woman Left Lonely"
- (24:18) – "Me And Bobby McGee"
- (31:46) – "Buried Alive In The Blues"
- (34:56) – "Mercedes Benz"
Über diese Songs sprechen wir außerdem im Podcast
- (08:33) – "I Can’t Turn You Loose" von Otis Redding
- (11:01) – "Nobody Knows You When You’re Down And Out" von Bessie Smith
- (30:06) – "Me And Bobby McGee" von Roger Miller und Kris Kristofferson
Shownotes
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